Rage Racer – im Klassik-Test (PS)

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Die Faszination Ridge Racer einem Play­station-Besitzer zu beschreiben, hieße Eulen nach Athen zu tragen – es gibt wohl kaum einen Sony-Fan, der sich mit diesem Klassiker noch nicht vergnügt hat.

Im (nach Revolution) dritten Teil fahrt Ihr nicht nur mit frei wählbaren Autos, die Ihr durch Preis­­gelder einkauft, Ihr dürft auch Lackierung und Teamlogo nach Her­zenslust ändern. Doch das Hauptau­gen­merk eines Fahrers gilt dem Tuning: Nur mit Modifi­kationen Eurer Schüssel bleibt Ihr konkurrenzfähig und technisch in der Lage, dem stürmischen CPU-Feld Paroli zu bieten.

Insgesamt geht Ihr in fünf Wettbewerben an den Start. Jede dieser Klassen setzt sich aus vier Rennen zusammen, bei ­denen Ihr Euch jeweils unter den Top 3 plazieren müßt. Gelingt Euch dies, kassiert Ihr einen üppigen ”Class Up”-Bonus in bar und steigt zur schnelleren Ver­an­staltung auf.

Die Spieldesigner waren nicht faul und spendieren Euch vier unterschiedliche Strecken: Das ”Erweiterungsprinzip” der Vor­gänger kam zwar auch hier zum Zuge, doch durch völlig unterschiedliche Rou­ten und enorm lange Kurse bieten diese erheblich mehr Schikanen und Grafik-Genuß als die vergleichsweise öden Ridge Racer-Bauzäune. Auch ein untypischer Highspeed-Kurs ist mit von der Gasfuß-Par­tie: Kauft Ihr nicht ein PS-Monster mit hoher Endge­schwin­digkeit, landet Ihr beim nervenaufreibenden Limit-Gerase im ovalen Steil­wand-Moto­drom jedoch nur unter ferner liefen.

In jedem Rennen versucht Ihr, Euch vom Schluß­­­licht im Piloten-Dutzend nach vorne aufs Treppchen vorzuarbeiten. Kollisionen mit Stoß­stan­gen und Begren­zungen bleiben physisch folgenlos, doch Ihr verliert kritische km/h, die Euch den Sieg im Ge­birge bringen könnten. Nach einigen Einge­wöh­nungs­runden in den ersten drei Ligen steigert sich Rage Racer in den beiden höchsten Klassen zu einem Gerase, daß Euch Hören und Sehen vergeht: Nur mit intelligenter Fahrzeug­wahl, wohldosiertem Tuning und exakten Reaktionen steuert Ihr Euren Flitzer durch das Adre­nalin-Stak­kato aus Techno-Bässen, wil­den S-Kur­ven und anfeuerndem weiblichen Renn-Kommentar.

Nach dem nervenaufreibenden Renn-Alltag begutachtet Ihr Eure Samm­lung von Gold-, Silber- und Bronze-Pokalen im Tro­phäen-Raum. Leider hat die PAL-Version Letterbox-Balken.

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torcid
8. Februar 2019 20:29

Dadurch hat man die Spiele aber auch bis in den letzten Winkel ausgelutscht.

Hatte auch was!

Sega Rally, RR, Daytona USA sind halt alles Arcade Umsetzungen. Daher der knappe Umfang.

Jensen
7. Februar 2019 13:03

Der Waserfall, DER WASSERFALL – hat der mich damals beeindruckt nachdem ich die 140,- Mark für die jap. Version bei meinem Importhändler gelatzt hatte. Stellt euch mal vor, heute kommt ein Racer mit einer Strecke und zwei Abzweigungen in den Handel, ob es da immer noch eine 90er geben würde 😀

mizz
6. Februar 2019 7:16

RR in jeder Form ohne NegCon ist nicht vernünftig spielbar.
Weshlab sony sich dagegen so wehrt ist mir schleierhaft. Das war das beste pad aller zeiten (Für Rennspiele)

torcid
5. Februar 2019 0:28

Ridge Racer 7 finde ich am besten und spiele es auch heute noch gerne! Was danach kam hatte allerdings nichts mehr mit RR zutun.

Bemerkenswert: RR 7 läuft auf Ps3 in 1080 nativ!

Der RR 6/7 Soundtrack ist auf jedenfalls auch absolut top und passt wieder perfekt zum Gameplay!

RR6 für 360 wirkt ein bisschen wie eine Alpha von RR 7.

Allerdings sind die Texturen etwas hochwertiger als auf Ps3, was nicht zuletzt daran liegt, dass RR 6 auf 360 nur in 720er Auflösung läuft.

Ein paar wenige Objekte am Straßenrand fehlen auf Ps3(360 kann mehr Polygone gleichzeitig darstellen). Dafür sind Beleuchtung und Schatteneffekte auf PS3 besser.

PerennialNerd
4. Februar 2019 20:21

Für mich war Ridge Racer Revolution der beste Teil. Gameplay und Soundtrack waren einfach der Hammer 🙂

Max @ home
4. Februar 2019 12:09

Es wundert mich, dass das Spiel so viel Liebe erhält.

“Rage Racer” war mein erstes eigenes PlayStation-Spiel – und ich hab’s wirklich gehasst! Dass mir die Optik überhaupt nicht gefiel, war hier gar nicht so sehr das Problem. Vielmehr störte mich die ungenaue Kollisionsabfrage mit Randsteinen oder gar nicht erst vorhandener Streckenbegrenzung. Für mich schon damals ein absolutes Unding, weshalb das Spiel recht bald seinen Besitzer wechseln durfte.

In meinen Augen ist z. B. ein “Ridge Racer Type 4” das viel (!) bessere Spiel.

Anonymous
Anonymous
4. Februar 2019 11:41

Es gab ja mal Gerüchte, daß ein exklusives Ridge Racer für Switch in Arbeit wäre.

Rudi Ratlos
4. Februar 2019 11:37

Komisch, dass die einst wegweisende Reihe dann nur eine Konsolengeneration später ihr Mojo verloren hat und heute in der Bedeutungslosigkeit gelandet ist :/

MadMacs
4. Februar 2019 11:13

Rage Racer war für mich der Höhepunkt der Serie. Das hat mir eindeutig am Besten zugesagt.

Bravopunk
4. Februar 2019 10:52

Mir haben vor allem die gebirgigen Strecken gefallen, welche die Rennen nochmal dynamischer gemacht haben als die Flachen Strecken aus den Erstlingen.
Type 4 war wieder flacher, weshalb Rage Racer wohl auch für mich der beste PS1 Teil ist.

Anonymous
Anonymous
3. Februar 2019 17:01

Für mich war es der Höhepunkt der Reihe auf der PS1. Ausgiebiger habe ich nur noch die PSP Ableger gespielt.

lellek
3. Februar 2019 16:24

Für mich auf PSOne der beste Teil der Reihe. Type 4 war finde ich ein riesen Rückschritt und für mich eine große Enttäuschung.
Aus heutiger Sicht ist Teil 1 allerdings irgendwie kultiger als Rage Racer.

Maverick
3. Februar 2019 15:53

Ein sehr feiner racer, glaube nur type 4 hat mir noch etwas mehr spass gemacht. War ne tolle Zeit.

Anonymous
Anonymous
3. Februar 2019 15:31

Stimme Blendl voll und ganz zu.
Der “realistischere” Look war gefühlt dreckiger, staubiger und somit stimmiger als die Vorgänger. Noch staubiger war es bei Sega Rally, aber das ist eine ganz andere Geschichte 🙂