RC Revenge – im Klassik-Test (PS)

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Acclaims funkferngesteuerte Miniflitzer bekommen exklusiven Playstation-Nach­wuchs: Wegen der mittel­mäßigen Qualität des Vorgängers kehrt Ihr allerdings nicht in einem ”Revolt 2” auf die Pixel-Piste zurück, sondern treibt unter dem Titel RC Revenge Euer Spielzeug­auto-Unwesen.
Der Wagenpark wurde im Vergleich zum ersten Teil auf 15 Mini-Boliden (von denen Ihr natürlich nicht alle auf Anhieb benutzen könnt) gesund geschrumpft. Sechs Son­dermodelle mit herausragenden Fahr­eigen­schaften und diverse Kurse werden erst durch Gewinn der vier verschiedenen Meisterschaften zugänglich. Die insgesamt 20 Strecken verteilen sich auf fünf Themengebiete: So flitzt Ihr durch verwinkelte Spukhäuser und düstere Friedhöfe der ‘Horrorworld’, miss­braucht beim ‘Planet Adventure’ ein naturwissenschaftliches Museum als Renn-Arena und werdet in der ‘Monster World’ mit altbekannten Kino-Un­ge­heuern konfrontiert. Für müdes Grinsen sorgen die Strecken­be­zeich­nungen wie ‘Raser des verlorenen Schatzes’ oder ‘Ich weiß, was Du im letzten Sommer gefahren bist’.

Witziger sind da schon die Extrawaffen, mit denen Ihr Eure sieben Konkurrenten aus der Bahn werft. Nach Aufsammeln eines Item-Symbols könnt Ihr z.B. eine Ölpfütze ablassen, Minen legen, für ein paar Augenblicke nahe Gegner kurz­schließen oder mit einem Flammen­werfer die Vor­der­leute ankokeln. Dau­ernden Schaden verursachen diese Akti­onen nicht, in ihrem Fortkommen werden Eure Gegner aber allemal behindert. Auch die CPU-Piloten nutzen die kleinen Gemein­heiten, um Euch aufzuhalten – da diese aber vom Gas gehen, wenn Ihr weit zurück liegt, lässt der hinterhältige Waffeneinsatz selten Frust aufkommen. Doch nicht nur Mini-Boliden bietet RC Revenge, auf einigen Strecken dürft Ihr auch kleine Schnellboote durch Ab­was­serrohre oder über Kanäle man­ö­vrieren. Auf manchen Kursen wechselt Ihr gar den Untersatz während des Rennens und nutzt den Wasserweg als willkommene Abkürzung. Egal, ob mit oder ohne Räder, die Steuerung der kleine Kraft­pakete bereitet nach kurzer Spielzeit kaum Probleme, nur an das geringe Fahrzeug­gewicht und die Leich­tigkeit, mit der Ihr aus der Bahn geworfen werdet, müsst Ihr Euch gewöhnen.

Seid Ihr die Jagd nach Meisterschafts­punkten und Bestzeiten leid, dürft Ihr einen menschlichen Konkurrenten ans zweite Pad bitten. Zum Wohle einer stabilen Bildrate müsst Ihr allerdings mit einigen Einschrän­kungen im Splitscreen leben. So halbiert sich das Fahrerfeld auf vier Karossen, zudem zieht Nebel im Hintergrund auf.

Für Kreative bietet RC Revenge wie schon der Vorgänger einen Strecken­editor, mit dem Ihr in mühevoller Klein­arbeit individuelle Kurse gestaltet, um sie anschließend auf Memory Card der Nachwelt zu hinterlassen.

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