
Meinung
Michael Herde meint: Ich hatte mit Armageddon erst im ’New Game +’-Modus richtig Spaß, weil das Spiel an sich vieles falsch macht: Statt cleverer Physikpuzzles mit Magnetgewehr und Geo-Mod-Zerstörung dominieren hektische Kämpfe gegen hässliche Aliens in einer Geschichte, die vor Klischees und peinlich-zotigen Onelinern trieft. Der Held ist ein profilloser wie hitzköpfiger Dummkopf aus der Jason-Statham-Klonfabrik und das Missionsdesign beschränkt sich auf die Formel ”Töte/sammle/zerstöre/repariere drei hiervon”. Endlos gegnerproduzierende Nester sind auch nicht gerade toll und neue Waffen werden ohne Kontext irgendwann verfügbar. Nehme ich dann eine auf und wechsle anschließend doch zur alten, ist der angesammelte Munitionsvorrat weg und auf das Standardminimum reduziert. Erst im letzten Drittel nehmen Variation und Spielspaß dank der Waffen und Vehikeleinsätze Fahrt auf, gelungen finde ich auch die Animationen in den Zwischensequenzen. Die Hintergrundmusik des Spiels ist jedoch an Belanglosigkeit kaum zu toppen, den Waffen fehlt der nötige Druck und bei der Physik hapert’s an Glaubwürdigkeit.










