Red Faction: Armageddon – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Der vierte Teil der Red Faction-Saga wendet sich vom Open-World-Konzept des Vorgängers ab und bietet eine geradlinige Kampagne, die Euch die meiste Zeit unter die Oberfläche des Mars führt. Zunächst sabotiert Antagonist Adam Hale einen Terraformer der Kolonisten und vertreibt die Überlebenden von der Oberfläche. Wenig später verursacht unser Held Darius Mason die nächste Katastrophe: Er befreit irrtümlich zahllose Mars­bestien aus dem Planeteninneren.

Gegen diese kämpft Ihr etwa zehn Stunden lang in meist fins­teren Höhlenkomplexen rund um die schlicht ’Bastion’ getaufte Asylstadt im Untergrund. Erneut setzt Volition auf die hauseigene Geo-Mod-Grafikengine, die erlaubt, die Umgebung mit Waffengewalt zu demolieren, um neue Wege zu ebnen oder Feinde mit Trümmern zu erschlagen. Das Ausmaß der Zerstörung beschränkt sich diesmal weitgehend auf menschgemachte Architektur, Gesteinsformationen lassen sich nur sporadisch manipulieren. Als spielerische Neue­rungen führt ­Armageddon die Nanoschmiede sowie das Magnet­gewehr ein. Auf Knopfdruck lassen sich so etwa missionsrelevante Generatoren reparieren oder ramponierte Brücken über Lava wiederherstellen – ein nützliches Gegenstück zur Zerstörung, die Euch den Weg durchs Spiel verbauen könnte.

Das Magnetgewehr hingegen erlaubt Spielereien mit Anziehungskräften: Markiert zwei Punkte an Felsspitzen, Metallobjekten oder Feinden und seht zu, wie einer den anderen anzieht. Schleudert so Monster gegen die Decke oder erschlagt sie mit umherfliegenden Trümmern – leider verwirrt die Spielphysik, wenn etwa tonnenschwere Stahlträger vom Boden gewichtslos abprallen.

Neben diesen frischen Spielzeugen findet Ihr in Masons Gepäck einen Vorschlaghammer, mit dem Ihr Euch notfalls Euren Weg durch Gebäude und Feinde bahnt, sollte Euch die Munition für Plasmawummen, Minen- und Raketenwerfer sowie die Gravitationskanone ausgehen. Letztere produziert schwarze Löcher, saugt Monster ein und explodiert zum Abschluss unter schicken Lichteffekten.

Weniger ansprechend fallen Gegner und Umgebungen aus, was neben mangelndem Designgespür auch der Zerstörbarkeit geschuldet sein dürfte. Hektische Springer aus endlos gebärenden Nestern sowie Aliens, die sich tarnen, fette Brocken und dumme KI-Marssöldner machen Armageddon zwar hektisch, aber auch tauglich für hirnlosen Ballerspaß. Als Boni erwarten Euch eine Handvoll Levels zur Punktejagd sowie ein Modus für vier Freunde gegen KI-Wellen und das ’New Game +’, wo Ihr mit aufgelevelten Waffen nochmals ran dürft.

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