Rune Factory: Guardians of Azuma – im Test (Switch / Switch 2)

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Das fünfte Rune ­Factory punktete 2021 spielerisch und inhaltlich, die hochgradig durchwachsene Technik und magere Grafik kos­teten allerdings Sympathien. Da ist es nur gut, dass der jüngste Serienteil auch auf der stärkeren Switch 2 erscheint und dazu das ­etablierte Serienkonzept ein gutes Stück überarbeitet. Bereits der ­direkte Vorgänger lockte mit einem fernöstlichen Setting, Guardians of Azuma setzt mit seinen shintoistisch anmutenden Naturgöttern nun noch mehr auf traditionelle japanische Motive.

Mit der Figur Eurer Wahl erwacht Ihr nach einem dramatischen ­Intro im zerstörten Tempel eines kleinen Ortes. Während Ihr Erinnerungen vermisst, hat das Dorf noch größere Probleme: Der ­Boden fault, die Pflanzen vertrocknen und nichts blüht mehr. Doch als Erd-Tänzer könnt Ihr tatsächlich etwas tun, und nachdem Ihr gemeinsam mit ein paar Reisenden einen angreifenden schwarzen Drachen vertrieben habt, vertraut Euch das alte Oberhaupt direkt die Verantwortung über die ganze Siedlung an. Wie früher bestellt Ihr nun die ­Felder, gießt die Pflanzen und erntet das reife Gemüse – der Verkauf füllt schnell Eure Kassen. Noch wichtiger ist dieses Mal aber die Dorfverwaltung: Ihr lasst Bäume blühen, errichtet neue Gebäude und weist den Leuten Aufgaben zu – und das nicht nur in einem, sondern nach und nach in gleich vier Orten!

Auch das ist noch bei Weitem nicht alles: Ihr stellt ­Gegenstände her, kocht leckeres Essen und lernt 15 nette Junggesellen und Junggesellinnen zum Anbandeln kennen – wäre doch gelacht, wenn sich da nichts entwickeln würde. Dabei gilt es, stets die Ausdauer im Auge zu behalten: Übernehmt Ihr Euch, kann es schon mal passieren, dass Ihr umkippt und am nächsten Morgen wieder in Eurem Bett erwacht. Auch Action ist hier ein Thema, schwingt Ihr außerhalb der Dörfer doch regelmäßig die Klinge: Kämpfe gegen große und kleine Monster gehören ­ebenso zu Rune Factory wie Simulations-Elemente.

Technisch wirkt der neue Serien­teil auf beiden Systemen weit runder und harmonischer als der Vorgänger. Auf der Switch 2 wird zudem die Maus-Funktion unterstützt: Das Bestellen der Felder und die Planung des Dorfes gehen so gleich noch ein wenig eleganter von der Hand. Und nicht zuletzt lobenswert: ­Marvelous veröffentlicht die Switch-2-Fassung – anders als (fast) alle Third-Party-Hersteller – nicht als schnöde Schlüsselkarte oder Code in a Box, sondern auf einem echten Modul!

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