Saints Row – im Klassik-Test (360)

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Der größte spielerische Unterschied zu GTA liegt im Respekt-System. Nur wenn sich der Protagonist bei den Fieslingen genügend Achtung verschafft, lassen sie ihn an die Hauptmissionen ran. Anerkennung verdient Ihr Euch in den mannigfaltigen Aktivitäten: Diese sind jeweils in zehn Schwierigkeitsstufen unterteilt. Meistert Ihr einen Level, zockt Ihr ­direkt die nächsthöhere Stufe oder unterbrecht die Aktivität. Misslingt ­eine Nebenaufgabe, verliert Ihr Eure Waffen.

Doch keine Panik: Im Gegensatz zu GTA müsst Ihr nur auf in der Nebenmission erhaltene Kampfgeräte verzichten – eine äußerst faire ­Geste. Die Palette der Nebenmissionen ist breit gefächert: Schnappt einem Pimp die Nutten vor der Nase weg und bringt diese zum nächsten, besser bezahlenden Schlepper. Lebensmüde Zocker begehen einen Versicherungsbetrug und stürzen sich vor heranrauschende Autos. Gemüt­licher geht’s im horizontalen Limousinen-Gewerbe zu: Sammelt mit Eurem Luxusschlitten einen Freier auf und lasst die ­Stricherin die Arbeit auf der Rückbank verrichten, währenddessen haltet Ihr nervige Paparazzi auf Dis­tanz. Neben den schweißtreibenden Aktivitäten wirkt sich auch Euer Aussehen auf den Respekt-Level aus: Lasst Euch ein Tattoo stechen (ein ‘Ich liebe meine Mudda’-Motiv kommt ­jedoch nur bei ganz ­sentimentalen Gangstern gut an), kauft Euch teuren Bling-Bling-Schmuck oder gönnt ­Euren Füßen neue Sneakers.

In Stilwater haben sich vier Gangs ­einen Namen gemacht: Die erste ­positive Bekanntschaft macht Ihr gleich zu Beginn mit den ‘3rd Street Saints’: Der Anführer rettet Euer Leben und integriert Euch in das bunte Treiben des Gangalltags. Zuerst müsst Ihr eine Mutprobe bestehen und Euch mit einigen Gangmitgliedern prügeln, danach erlernt Ihr den Umgang mit Waffen, eine automatische Zielfunktion sucht Ihr vergebens.

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