Saints Row – im Klassik-Test (360)

0
714
Zurück
Nächste

Seite 1

Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Die Grand Theft Auto-Serie ist nicht nur ein Spiel, sondern definiert mittlerweile ein eigenes Genre. In der letzten MAN!AC haben wir kommende ‘Sandkasten-Gangster-Spiele’ genauer unter die Lupe genommen, jetzt gibt’s den ersten Test eines legitimen GTA-Kronprinzen namens Saint’s Row.

Und GTA-Kenner fühlen sich in der fiktiven Stadt Stilwater von Saint’s Row sofort heimisch. Euer Protagonist kann entweder zahlreiche ­Missionen erfüllen oder einfach in der Gegend rumkurven, dies fällt dank eingebautem Navigationssystem nicht schwer. Da Ihr nicht als Passant die City unsicher machen wollt, klaut Ihr wehrlosen Lenkern via Tastendruck deren Fahrzeuge oder beharkt Euch mit Ordnungshütern sowie rivalisierenden Gangs (je mehr Schabernack Ihr treibt, desto heftiger wird die Gegenwehr Eurer Feinde). Außerdem kauft Ihr Euch mit hart verdienter Kohle energiespendendes Fast Food und lebensrettenden Alkohol, edlen Schmuck oder fesche Klamotten – all diese Glücklichmacher findet Ihr in den zahllosen Geschäften. Doch nicht nur dort blüht der Handel: Auf der Straße handeln Zuhälter mit Schlampen und Drogendealer verkaufen Schnee im Sommer. Die Entwickler von Saint’s Row sehen ihr Spiel am liebsten als gewalttätigen, parodistischen GTA-Verschnitt. Dies verfolgten die Macher soweit, dass ­sie die hakeligen GTA-Animationsphasen nahtlos übernommen haben. Auch diverse Kameraperspektiven und das Radiosender-Prinzip (Ihr wechselt in Vehikeln zwischen diversen Stationen mit unterschiedlichen Musik­rich­tungen) übernahm Volition ohne nennenswerte Änderungen.

Aber die Entwickler steckten nicht nur viel Zeit in das perfekte Imitieren von GTA, sondern ­integrierten auch neue Spielelemente in die überzeichnete Gangster-Welt. Besonders sticht dabei der Helden-Editor ins Auge. Ihr bastelt dank ­zahlreichen Einstellungen einen gemeingefährlichen oder völlig deplatzierten Protagonisten: Wählt Hautfarbe, Körperbau, Frisur und Augenfarbe des neuen Ghetto-Königs. Auch Nasenoperationen, Bartbehaarung und Teint (Stichwort: Solarium-Gangster) wählt Ihr nach Eurem Gusto aus. Wenn Euch Euer Produkt im späteren Spielverlauf nicht mehr gefällt, geht Ihr einfach zum plastischen Chirurgen (wie im echten Leben kosten aber solche Maßnahmen viel Moos). Zudem erfreut das Navigationssystem Orien­tierungslose: Aufleuchtende Punkte weisen Euch den direkten Weg zum nächsten Auftrag.

Zurück
Nächste