Shadow of Rome – im Klassik-Test (PS2)

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Nur so kann er dafür sorgen, dass sein Vater der ungerechten Strafe entgeht. Der bärenstarke Kerl geht dabei alles andere als zimperlich zur Sache: Mit zahlreichen Mordinstrumenten – da­runter Speer, Morgenstern, eisenbesetzte Keule und Krummschwert – zerlegt er seine Widersacher nicht nur sprichwörtlich in ihre Einzelteile. Die richtige Technik und etwas Timing vorausgesetzt, bedeutet das im Klartext, dass wankenden Gegnern je nach Waffe Extremitäten abgetrennt, Oberkörper abgesäbelt oder die Köpfe zermatscht werden. Je brutaler das Gemetzel ausfällt, desto frenetischer fällt die Begeisterung des blutrünstigen Publikums aus. Vor allem aber in den späteren Kämpfen reicht stupides Gemetzel nicht mehr aus. Immer pompöser geraten die Spiele, die zur Erheiterung des Mobs im Colosseum und anderen Kampfstätten des römischen Imperiums abgehalten werden. So befreit Ihr im Team mit anderen Todgeweihten Gefangene, steht wilden Tigern gegenüber oder aktiviert Katapulte und tödliche Fallen. Im Laufe Eurer ‘Karriere’ nehmt Ihr zudem an mehreren Wagenrennen im legendären Circus Maximus teil. Um aus diesen als Sieger hervorzugehen, stehen Euch zwei Wege offen: Entweder Ihr erreicht durch fahrerisches Können und cleveres Einteilen der Kondition Eures Pferdes als ­erster das Ziel oder Ihr sorgt mit Peitsche & Co. dafür, dass außer Euch niemand die Ziellinie zu Gesicht bekommt.

Doch nun genug der digitalen Grausamkeiten. Steuert Ihr Octavianus, sind Schleicheinlagen und Rätsel Euer täglich Brot. Auf den Spuren von Solid Snake bewegt Ihr Euch durch weitläufige Paläste und blühende Gärten. Im Gegensatz zum Konami-Aushängeschild ist Octavianus nahkampf- und waffentechnisch jedoch ein Totalausfall. Der schwächliche Knabe segnet beim ersten Feindkontakt das Zeitliche und kann seine Gegner nur mit an Ort und Stelle verfügbaren Gerätschaften ausschalten: Ihr erwürgt die Wachen daher mit dem Seil oder zieht ihnen Blumenvasen oder Weinkaraffen über die behelmten Schädel. Zudem lugt Euer Antiheld um Ecken, zieht sich an Vorsprüngen hoch oder zwängt sich durch staubige Ritzen.

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Lincoln_Hawk
3. Februar 2023 10:35

@Rudi
An dem bist du gescheitert??
Beim ersten Versuch geschafft immer in Bewegung bleiben dann geht es doch ganz gut
Diese zeitaufgaben waren mit Abstand das nervigste.
Feines Spiel insgesamt hat sehr großen Spaß gemacht.

Rudi Ratlos
12. Januar 2023 15:47

Viel Spaß dabei und viel Erfolg beim letzten Boss – an dem bin ich leider gescheitert und auch zuvor flog der Controller häufiger in die Ecke…

Dirk von Riva
11. Januar 2023 0:10

Ist mir auch positiv in Erinnerung geblieben…. die Atmosphäre war großartig. Die Kämpfe aber später Bockschwer und oftmals musste ich sie wiederholen

Max Snake
10. Januar 2023 17:16

Keiji Inafune hat viele Geschichten der alte Rom gelernt. 🙂

Lincoln_Hawk
10. Januar 2023 17:13

Ich spiele es gerade auf normal..ziemlich schwierig hin und wieder besonders diese nervigen Statuen des Gegners zertrümmen in einer vorgegebenen Zeit..Aber danach geht’s gleich wieder spaßig weiter
Ich liebe dieses spiel jetzt schon
Überragende Qualität
Heute spät abends geht’s weiter
Auch die speicherpunkte sind top platziert.
Ja schließe mich dem tetsuo an wäre schön wenn da mal wieder etwas kommen würde.

tetsuo01
10. Januar 2023 16:18

Grossartiges spiel, capcom könnte hier ruhig mal wieder was entwickeln…