Shift 2 Unleashed: Need for Speed – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Grafisch fährt SHIFT 2 Unleashed auf leicht aufgemotztem Niveau des Vorgängers: Den Automodellen sieht man bei genauerem Hinsehen an, dass sie nicht ganz das Niveau eines Gran Turismo 5-Premiumvehikels erreichen, dafür gefällt das detaillierte Schadensmodell. Spielt Ihr mit einer Innenperspektive, habt Ihr durch die actionreiche Inszenierung ohnehin nicht die Muße, nach optischen Macken zu suchen: Die dynamische Cockpit-Ansicht ist immer noch das Maß der Rennspiel-Dinge, als Alternative gesellt sich nun eine Helm-Kamera hinzu. Die möchten uns die Entwickler als völlig neue Rennerfahrung verkaufen, in der man durch die Augen seines virtuellen Piloten sieht und alle ­Kopfbewegungen mitmacht. So zuckt er bei Temposchüben kurz zurück oder schaut bei der Kurven­anfahrt früh in Richtung des Scheitelpunkts. Wer unsere Meinungskästen liest, wird feststellen, dass diese Feinheiten auf ein geteiltes Echo stoßen. Zudem ist der Einfluss bei Weitem nicht so prägnant wie angepriesen: Als alternative Ansicht ist die Helm-Perspektive nett, aber keineswegs eine bewusstseinsverändernde Offenbarung.

Schnörkellos in Szene gesetzt wurde die Karriere, in der Ihr nach und nach auf immer stärkere Fahrzeugklassen Zugriff erhaltet: In einer Reihe von Wettkämpfen tretet Ihr meist zu normalen Rennen an, eingestreut finden sich u.a. Zeitläufe oder Ausscheidungsfahrten, bei denen regelmäßig der Letztplatzierte ausscheidet – hin und wieder werden zudem vorgeschriebene Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. Andere Disziplinen wie das Driften finden sich als separate Veranstaltungen im Kalender und müssen nicht zwingend bestritten werden, um Eure Karriere voranzutreiben. Denn entscheidend ist hierfür die Erfahrung Eures Piloten: Die sammelt Ihr nicht nur durch gute Resultate, bei jedem gefahrenen Meter wird Eure Leistung auch nach anderen Aspekten bewertet: Haltet die Ideallinie ein, meistert bestimmte Kurven auf den Strecken, nutzt den Windschatten – alles bringt einige Zähler, selbst wenn Ihr online unterwegs seid oder freie Rennen fahrt. Nur für bestimmte Belohnungen wie Preisgeldfahrzeuge müsst Ihr in der Regel ’nur’ Podiums­plätze erreichen. Manch einer mag sich wundern, wieso dafür nicht wie sonst üblich Siege gefordert werden. Es hat schon seinen Grund, wieso SHIFT 2 hier etwas großzügiger ist – dem CPU-Fahrerfeld wurde eine ordentliche Portion Aggressivität eingeimpft.

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Sanftmut
20. August 2026 17:19

Auch wenn’s bei mir oft für Frust gesorgt hat, hab ich’s sehr viel gespielt.

Max Snake
20. August 2026 15:33

Shift 2 ist weiterhin ein gutes Rennspiel geworden. Wegen der hohen Schwierigkeiten muss ich leider das Handtuch werfen.