Meinung
Michael Herde meint: Das erste amerikanische Silent Hill kopiert viele Eigenschaften der japanischen Vorlage. Wie gewohnt durchquere ich das Spiel der 1.000 verschlossenen Türen mit wohliger Gänsehaut, die einmal mehr durch die unbequeme Klangkulisse von Akira Yamaoka erzeugt wird. Dennoch reicht der Soundtrack nicht an die Qualität alter Teile heran, vom Titeltrack ”One more Soul to the Call” bin ich jedoch hin und weg. Das Kampfsystem war zwar noch nie so gut und umfangreich wie diesmal, doch mit dem Fokus auf mehr Action haben die Entwickler aufs falsche Pferd gesetzt: Wo mich ehemals nur ein bis zwei Gegner bedrohten, sind es nun regelmäßig drei oder mehr. Für solche Situationen ist die Steuerung aber wiederum zu schlecht. Dass ich fast jeden Kampf mit monotonen Messer-Combos gewinne, macht’s nicht besser. Deplatzierte ”Hostel”- und ”Saw”-Einlagen gegen Ende unterstreichen den Eindruck, ein gewaltorientiertes US-Imitat japanischen Horrors zu spielen. Als Fan der ersten Stunde habe ich mir mehr erhofft. Dennoch fiebere ich bis zum Ende mit und bin erfreut, dass dies zumindest überrascht.
Thomas Stuchlik meint: Homecoming will die Gruselreihe wiederbeleben. Allerdings scheinen die Entwickler überfordert gewesen zu sein. Spielerisch bedienen sie sich bewährter, aber altbackener Genrestandards. Die unspannende Suche nach dem nächsten Schlüssel beziehungseise Gegenstand lockt heute keinen Zocker mehr vor den Schirm. Unterwegs trefft Ihr Silent Hill-untypisch auf massig Gegner, die sich trotz verbesserten Kampfsystems als nervtötendes Hindernis entpuppen. Die düster inszenierten Szenarios wirken stimmig, für Serienkenner gibt es jedoch kaum Überraschungen. Mein größter Kritikpunkt sind allerdings die ungewollt zombiehaften Darsteller, die Charaktertiefe und Emotionen ebenso vermissen lassen wie Lippensynchronität. Immerhin weckt der passende Soundtrack von Akira Yamaoka Erinnerungen an alte Zeiten. Homecoming eignet sich durchaus für Horror-Fans, die mit Resident Evil nichts anfangen können. Eingefleischte Serien-Fans werden aber womöglich enttäuscht.


























hm. ich kann mich gut erinnern – vielleicht der schwächste teil, vielleicht nicht. ich habe das teil gut und gerne 2-3 mal durchgespielt und fand es in einigen dingen durchaus ansprechend. es hat was.
Der schwächste Teil der Silent Hill Reihe.