
Meinung
Matthias Schmid meint: Obwohl die netten Zeittricks und der generelle Spielablauf richtig gut funktionieren, ist mir Singularity zu bieder und mutlos. Für Inszenierung und Atmosphäre gilt das Gleiche: Die Welt wurde nett designt und mit einigen hübschen Details veredelt (Stichwort: Propaganda-Videos) – unterm Strich biedert sich der Titel aber zu sehr an BioShock an, ohne dessen erzählerische Klasse zu erreichen. Nur in einer Szene hat mich das Spiel richtig gepackt: Als ich in den Kanälen an den entstellten Wiederkehrer-Mutanten vorbeischlich, rutschte mir das Herz in die Hose. Wenig später war der Zauber wieder verpufft: Da nervten mich die kleinen Zecken-Viecher oder die limitierten E99-Fähigkeiten. Dass Singularity nie langweilt, verdankt es neben den (wortwörtlich) saftigen Schießereien, leider auch der zu kurzen Spielzeit. Ein Schlusswort zu den Knarren – hübsch sind sie ja, einfallsreich aber nicht.
Ulrich Steppberger meint: Ego-Shooter sind eigentlich nicht mein Metier, aber Singularity hat mich sehr gut unterhalten – vielleicht gerade deshalb, weil es keine großen Experimente wagt und sich auf erprobte Tugenden verlässt. Die Zeitmätzchen sind unkompliziert und prima einzusetzen, die Waffen haben ordentlich Bums und die Szenarien lassen wenig Zweifel aufkommen, wo es weiter geht. Die Story bietet genügend interessante Aspekte, um bei der Stange zu halten und irgendwie gefällt mir die gedämpfte Farbgebung. Klar, allzu lange und einfallsreich ist der Solo-Einsatz nicht, aber dafür hat er auch keine Längen. Nur mit den Mehrspieler-Optionen konnte ich mangels vernünftiger Einführung wenig anfangen.










