
Seite 2
Von hier aus plant Ihr Eure Aktionen: Mal sollt Ihr alle Feinde aus dem Weg räumen, mal bestimmte Ziele ins Visier nehmen oder unbemerkt zu einer Positionen gelangen. Dabei ist die dichte Vegetation ein zweischneidiges Schwert: Einerseits bietet sie prima Deckung, andererseits sind auch die Gegner schwer zu erspähen. Trotz Radar könnt Ihr eine Siedlung 20 Minuten mit dem Zielfernrohr absuchen und habt trotzdem nicht alle Zeile entdeckt – man muss höllisch aufpassen und darf sich zu keiner übereilten Aktion hinreißen lassen! Zum Glück zeigt der Radar die Blickrichtung der Soldaten, in ihrem Rücken könnt Ihr Euch frei bewegen. Oft spielt der Schall eine Rolle, denn nahe Gegner könnt Ihr teilweise nur anhand ihrer Schritte orten.
Beim Schuss kommt zudem das Ballistik-System ins Spiel: Schwerkraft, Wind oder Regen beeinflussen die Flugbahn der Kugel – auf Knopfdruck konzentriert Ihr Euch, was im Spiel mittels Zeitlupe wiedergegeben wird. Hier spielt der Herzschlag eine Rolle: Erholt Euch kurz, bevor Ihr den Abzug drückt, damit Ihr länger von der Zeitlupe profitiert. Ihr müsst aber keine Ballistiktabelle studieren, ein roter Marker zeigt den genauen Einschlag der Kugel an. Trotzdem sind die Schüsse alles andere als leicht, weil dieser Zielpunkt wegen der wechselnden Bedingungen ständig hin- und herspringt. Außerdem hören die Gegner den Knall und schwärmen dann in Scharen aus; weil sie gleichzeitig ziemlich blöde sind, schießen sie lieber aus der Distanz statt Euch aktiv zu jagen.
Leider ist die Story an vielen Stellen gescripted – das schränkt Eure Handlungsfähigkeit schon mal ein: Da werden bei wichtigen Schüssen die Haltung des Schützen vorgegeben oder Pfade durch unsichtbare Mauern versperrt, damit Ihr der Mission kein schnelles Ende bereiten könnt – von einem Sniperspiel hätten wir mehr Freiraum erwartet. Nur in den ordentlichen Mehrspielerkämpfen darf man sich richtig frei im Gelände bewegen.











Sniper Spielen fehlt mir einfach an Geduld. Guten Position finden, Wind beachten, rechtzeitig schießen.
Wenn es wie Ghost Warrior menge Fehler hat, da ist der Frust schon programmiert.
Ein Camping Kocher oder Zelt wäre ein Ideal Special Edition gewesen. 😉
Als Fan vom Film “Sniper: Der Scharfschütze” habe ich mich damals irgendwie auf das Spiel gefreut, auch wenn ich keine großen Erwartungen hatte. Die Xbox360-Version war damals aber dank der “Ich kann dich schon aus 5 Kilometer Entfernung durch Wände sehen” Gegner-KI für mich dann nahezu unspielbar. Die spätere PS3-Version wurde zumindest in dieser Hinsicht stark verbessert und hat dann auch Laune gemacht. Thematisch fand ich den ersten Teil mit seinem Dschungel-Szenario auch am atmosphärischsten.