
Meinung
Oliver Ehrle meint: Endlich mal wieder eine Ballerei, die mich wirklich fordert: Wer in Sniper Ghost Warrior nicht mit Köpfchen kämpft, versagt schon beim ersten Gegner! Die extreme Aufmerksamkeit der KI-Gegner ist für mich eine willkommene Herausforderung: Hier muss man jeden Schuss penibel vorbereiten und stets die Blickwinkel checken – wer sich diese Zeit nimmt, kommt auch im höheren Schwierigkeitsgrad gut voran, schließlich sind die Levels überschaubar und mit Checkpoints gespickt. Die Ausrüstung meiner Spielfigur ist zwar nicht besonders umfangreich, ermöglicht aber einige taktische Kniffe. Zwischendurch lockern Feuergefechte mit dem Sturmgewehr die Schleichaction zudem auf. Etwas unglücklich gelöst ist der Mehrspieler-Modus, in dem der Radar alle Spieler anzeigt – Schallortung z.B. würde die Matches spannender gestalten.
Matthias Schmid meint: Obwohl ich glühender Sniper-Fan bin, war der Großteil des Spiels eine Qual für mich. Aber: Ich habe durchgehalten – bis zum bitteren Ende. Im Verlauf des Abenteuers ohne Story wechselte dann mein Urteil über das Spiel: Aus ’Das Schleichen funktioniert einfach nicht, weil die Gegner mich dauernd sehen’ wurde ein ’Ich verwende die Fehler des Titels gegen ihn und habe hier und da sogar Spaß’. Als ich mich mit der absurden Sehstärke der Feinde arrangiert hatte, konnte ich die tolle Weitsicht, die launigen Headshots und das Sniper-Feeling genießen – der Reiz des tödlichen Weitschusses zieht auch in einem so fehlerbehafteten Spiel. Nebenbei bemerkt: Die Abmischung der Sprachausgabe ist mies, die Run-and-Gun-Einsätze überflüssig und die Einbeziehung der Ballistik blödsinnig, wenn dann ein roter Punkt doch den Einschlagspunkt markiert.











Sniper Spielen fehlt mir einfach an Geduld. Guten Position finden, Wind beachten, rechtzeitig schießen.
Wenn es wie Ghost Warrior menge Fehler hat, da ist der Frust schon programmiert.
Ein Camping Kocher oder Zelt wäre ein Ideal Special Edition gewesen. 😉
Als Fan vom Film “Sniper: Der Scharfschütze” habe ich mich damals irgendwie auf das Spiel gefreut, auch wenn ich keine großen Erwartungen hatte. Die Xbox360-Version war damals aber dank der “Ich kann dich schon aus 5 Kilometer Entfernung durch Wände sehen” Gegner-KI für mich dann nahezu unspielbar. Die spätere PS3-Version wurde zumindest in dieser Hinsicht stark verbessert und hat dann auch Laune gemacht. Thematisch fand ich den ersten Teil mit seinem Dschungel-Szenario auch am atmosphärischsten.