Solar Ash – im Test (PS5)

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Neun Menschen haben an Hyper Light Drifter, dem zeldaesken Indie-Juwel (87% in M! 09/16), gearbeitet. Nun ist mit Solar Ash das zweite Spiel des noch jungen Studios Heart Machine erschienen – statt eines Top-Down-Slashers in 2D haben wir es mit einem rasanten Action-Abenteuer in einer ausgewachsenen 3D-Welt zu tun. 32 Menschen listet das Studio jetzt als zum Team gehörend, dazu gesellen sich sieben weitere Zuarbeiter. Das ist gewaltig – innerhalb von fünf Jahren hat sich die Belegschaft ungefähr vervierfacht. Und es zeugt von einer erheblichen Investition sowie einem Glauben an das neue Projekt und dessen kommerzielle Chancen.

Ob Solar Ash zu einem ähnlichen (Indie-)Erfolg wird wie ­Hyper Light Drifter und Heart Machine dann den ­nächsten Schritt macht, hin zu einem noch größeren Studio, das ­mehrere Projekte parallel stemmen könnte, das habt Ihr, liebe Spieler­gemeinde, nun in der Hand. Die Macher ihrerseits haben abgeliefert, haben ein betörendes Abenteuer erschaffen, das mit enormer Eleganz und apartem Weltendesign direkt in Eure Herzen skatet.

Ihr lenkt die Geschicke von Rei, einer maskierten jungen Frau mit drei Augen, die ihren Heimatplaneten davor bewahren soll, von einem Schwarzen Loch zu Staub zerrieben zu werden. Zu diesem Zweck besucht sie einige miteinander verbundene Welten, skatet dort elegant übers Wolkenmeer (aber auch über Gras oder Asphalt), eilt per Doppelsprung und Greifhaken von Plattform zu Plattform oder grindet auf endlosen Rails von einem Gebäude zum anderen. Dabei entsteht ein unnachahmlicher Flow – Reis gleitende Schritte fühlen sich am Controller hervorragend an. Mit ein, zwei Schlägen zerlegt sie kleine Feinde, saust dann weiter, klettert an schwarzer Schlacke empor, springt hundert Meter in die Tiefe. Aufgesammelte Orbs erweitern ihre Lebensleiste, die – netter Kniff – nach jedem Bosskampf wieder angeknabbert wird.

Aufmerksame Spieler finden überall kleine Belohnungen, rätselhafte Schriftstücke, Teile für bessere Outfits oder komplett schräge Bewohner. Per linker Schultertaste zückt Rei eine Art Kompass. Der zeigt die ­Position von (je nach Welt) drei, vier oder mehr schwarzen Augen an, die man zerstechen muss, um die Bosse – träge Riesen, die an Shadow of the Colossus erinnern – aus ihren Verstecken zu locken. Die Mechanik, wie man zuerst die schwarzen Augen und dann die Schwachstellen der ­Bosse trifft, ist durchdacht und flott, allerdings etwas repetitiv – wie auch generell die Formelhaftigkeit der wiederkehrenden Aufgaben die einzig nennenswerte Schwachstelle von Solar Ash ist. Ihr müsst nämlich eine Art ­Lanze mit einem Schlag treffen und dann innerhalb eines Zeitlimits zur nächsten Lanze gelangen und dort wieder zuschlagen. Derweil müsst Ihr blitzschnell skaten, den kürzesten Weg finden und nicht herunterfallen, bis Ihr schließlich die Schwachstelle selbst durchbohrt und den Boss – wenn Ihr das dreimal geschafft habt – in die ewigen Jagdgründe schickt.

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Max Snake
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Max Snake

Das behalte ich im Auge.

Rudi Ratlos
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Rudi Ratlos

Bei dem Test dachte ich mir im Heft noch: Weniger Einleitungs-BlaBla, mehr zum Spiel, wenn man schon nur eine Seite zur Verfügung hat… Liest sich nämlich grundsätzlich interessant.

Spacemoonkey
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Spacemoonkey

kann ich nur empfehlen. super erkundungsplatformer

Bort1978
I, MANIAC
Gold MAN!AC
Bort1978

Ich hätte es mir neulich fast gekauft, warte aber jetzt doch lieber auf ein Angebot. Kommt ja gerade jede Menge raus, was ich vorher spielen will.

Tabby
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Maniac
Tabby

Davon hätte ich gerne eine Switch-Version.