Split/Second: Velocity – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Pro TV-Show tretet Ihr zu vier Wettbewerben an und sammelt Credits, um Euch für das abschließende Elite-Rennen zu qualifizieren und neue Vehikel freizuschalten. Eliminiert Ihr nebenher genug Konkurrenten durch Powerplays, wird ein weiterer Lauf freigeschaltet. Dabei bewährt Ihr Euch nicht nur bei normalen Rennen im Achterfeld, fünf weitere Disziplinen fordern anderes Vorgehen. Bei ’Überleben’ überholt Ihr unter Zeitdruck Laster, die explosive Fässer abwerfen, im ’Luftangriff’ entgeht Ihr Raketen, die ein Helikopter abfeuert – alternativ sorgt Ihr bei ’Himmlischer Angriff’ dafür, dass die Geschosse zum fliegenden Feind zurückkehren. In der ’Eliminator’-Variante scheidet nach einer Zeitspanne jeweils der letzte Fahrer aus und bei ’Detonator’ gilt es, die bestmögliche Rundenzeit zu erzielen, während sämtliche Fallen um Euch herum automatisch losgehen.

Wie es sich für ein Rennspiel gehört, das spektakuläre Zerstörungen in den Mittelpunkt stellt, ist Split/Second grafisch ein Kracher: Die Fantasie-Flitzer sehen schnittig aus und gehen bei Unfällen zu Bruch. Die fiktive, meist in warmes Licht getauchte Großstadt trumpft mit allerlei Umgebungsdetails auf. Dass sich die Strecken grundsätzlich ähneln, fällt angesichts bombastischer Krachbum-Effekte nicht weiter ins Gewicht. Wenn ein großes Flugzeug herabstürzt, neben der Piste ein Zug spektakulär entgleist oder die Kühltürme des Kraftwerks einstürzen, ist das enorm beeindruckend – ein gewisser Gewöhnungseffekt bleibt auf Dauer aber nicht aus.

Die KI der CPU-Fahrer hält mit den optischen Special-FX jedoch nicht mit: Eure Konkurrenten sind nicht sonderlich intelligent und neigen dazu, selbst kleinen Powerplays immer wieder zum Opfer zu fallen. Ausgeglichen wird dies durch einen Gummiband-Effekt, der sich im Lauf der Karriere immer ausgeprägter bemerkbar macht. Menschliche Fahrer können dagegen den meisten Attacken ausweichen, was die Effektivität der Angriffe verringert und das Aufholen enteilter Rivalen erschwert. Hier geht Split/Second Anspruch und Tiefgang ab, doch insgesamt wird das gesteckte Ziel erreicht: Hochkarätige Arcade-Rasereien mit Knalleffekt liefert das Vollgas-Spektakel allemal.

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