Split/Second: Velocity – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Meinung

Ulrich Steppberger meint: Nachdem mich die frühen Demos von Split/Second nicht aus den Rennstiefeln hauten, entpuppt sich das fertige Spiel weitgehend als der erhoffte Kracher. Die action­geladenen Vollgasrennen gewinnen mit flotteren Flitzern im späteren Verlauf an Dynamik und die spektakulären Zerstörungs­orgien langweilen lange nicht so schnell wie befürchtet. Allerdings zeigt sich, dass die aufwändigeren Power­plays in ihrem Nutzen begrenzt sind und ich deshalb die ’kleinen Kracher’ bevorzugt einsetze – schade um die opulenten ­Riesenknaller. Grafisch wird der Rivale Blur abgehängt, spielerisch kommt ­Split/Second dahinter ins Ziel: Auf ­Dauer fehlt es trotz der interessant gemachten Solo-Wettbewerbe an Abwechslung und Tiefgang. Bei Rennen gegen menschliche Rivalen sind die Sprengfallen zudem zu wenig effektiv.

Oliver Schultes meint: In die Stoßstangen-Perspektive geschaltet, Gaspedal durchgedrückt und mit gefühlten 250 Sachen ruckfrei über ein Flugfeld gebrettert, während filigrane Lagerhallen und Flugzeuge in farbenfrohen Explosionen zerbersten – da hüpft mein Rennspielherz. Zumindest die Arcade-Seite davon, denn Split/Second fährt sich wie ein Ridge Racer: schnörkellos, driftlastig und ohne Anspruch auf realistische Fahrphysik. Wer langfristige Unterhaltung – wie sie etwa Gran Turismo oder Forza Motorsport bieten – sucht, liegt bei Disneys Raserei falsch. Immer wieder mal eine unkomplizierte Runde zu drehen, macht dagegen einen Heidenspaß – dann fällt auch weniger auf, dass sich die Strecken irgendwie ähnlich sehen und das Powerplay-System nicht wirklich ein taktisches Vorgehen zulässt. Das macht ein Extra-System wie bei Blur besser.

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