Still Wakes the Deep – im Test (PS5 / Xbox Series X)

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Meinung

Ulrich Steppberger meint: An Walking Simulatoren sollte man natürlich keine großen Ansprüche in puncto spielerische Innovation stellen, aber ganz stehen geblieben ist die Zeit in dem Genre auch nicht – bei The Chinese Room dagegen wohl schon. In Sachen audiovisueller Inszenierung und Detailverliebtheit gibt es nicht viel zu meckern, aber der Rest fühlt sich entweder altbacken an oder hat mich eher genervt wie bei den Schleich- und vor allem Schwimmeinlagen. Die typische strenge Linearität wird dummerweise nicht groß aufgewogen: Die Story ist vorhersehbar, ohne Twists und erklärt letztlich nichts, die Charaktere sind irrelevant oder unsympathisch – davon wird mir nichts im Gedächtnis bleiben.

Steffen Heller meint: Ich kann Ulrich in allen Kritikpunkten nur beipflichten. Doch die gelungene audiovisuelle Präsentation und die ”gelbe Linearität” haben dafür gesorgt, dass ich das Abenteuer ohne Frust, Langeweile oder zu viele atmosphäre­raubende Neuversuche konsumiert habe. Gleichzeitig dachte ich beim Spielen oft, dass mir interessante Gespräche der Marke Firewatch oder eine spannende Geschichte mit erinnerungswürdigen Momenten wie in Soma fehlen. Während mir Everybody’s Gone to the Rapture dank seines außergewöhnlichen Schauplatzes trotz seiner Schwächen in Erinnerung bleiben wird, werde ich den Ausflug auf die Ölplattform schnell verdrängt haben.

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