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| Spiel: | Still Wakes the Deep |
| Publisher: | Secret Mode |
| Developer: | The Chinese Room |
| Genre: | Adventure |
| Getestet für: | PS5, XSX |
| Erhältlich für: | PS5, XSX |
| USK: | 16 |
| Erschienen in: | 8 / 2024 |
Vor nicht allzu langer Zeit tauchte der Begriff ”Walking Simulator” in der Welt der Videospiele auf, obwohl vereinzelte Projekte mit ähnlichem Konzept schon vor Jahrzehnten existierten. Besonders eng verbunden ist dabei ein Name mit der ”Geburt” des Subgenres: Dear Esther wurde 2012 veröffentlicht und ermöglichte es Spielern, eine Insel vor der schottischen Küste zu Fuß zu erkunden, ohne viel Interaktion zu bieten. Dieses Konzept war gleichermaßen ungewöhnlich und innovativ.
Entstanden ist die Pionierarbeit beim englischen Entwicklerstudio The Chinese Room, das danach unter anderem Everybody’s Gone to the Rapture und zuletzt das schrullige Kosmonauten-Märchen Little Orpheus produzierte und nun mit Still Wakes the Deep mehr oder weniger zu seinen Ursprüngen zurückkehrt. Denn auch das spielt wieder vor der schottischen Küste – diesmal auf einer Bohrinsel Mitte der 1970er – und ist ein ”klassischer” Walking Simulator. Was heißt: Ihr erkundet den Schauplatz aus der Ego-Perspektive und werdet einen vorgesehenen Weg entlang geleitet. Gelbe Markierungen (nach einem Patch auf Wunsch abschaltbar) sorgen dafür, dass Ihr Euch nicht verlauft und erwecken zugleich die Illusion, dass Ihr das überhaupt könntet – in der Regel geht es aber doch fast immer linear voran. Interagiert wird nur an vorgegebenen Stellen per Knopfdruck, selbst halb geöffnete Türen bewegen sich nicht, bevor Ihr die eingeblendete Taste drückt; auch Rätsel im konventionellen Sinn gibt es keine (”Betätige einen Schalter” ist das Maximum). Ein wenig freier geht es nur bei Sprüngen sowie Schwimm- und Schleichabschnitten zu. Letztere erwarten Euch im späteren Verlauf, nachdem ein Unglück paranormale Folgen hat und Teile der Besatzung verwandelt werden. Mehr als diesen vagen Hinweis zur Handlung verkneifen wir uns, ist sie unterm Strich doch der elementare (und eigentlich einzige) Grund, Still Wakes the Deep zu erleben. Leider ist sie nicht so packend, als dass man das Abenteuer als Pflichterlebnis statt ”Kann man mitnehmen” kategorisieren müsste.





















