
| Spiel: | Super Mario Maker |
| Publisher: | Nintendo |
| Developer: | Nintendo |
| Genre: | Jump'n'Run |
| Getestet für: | Wii U |
| Erhältlich für: | Wii U |
| USK: | |
| Erschienen in: | 9 / 2015 |
Ein bisschen enttĂ€uscht waren wir schon, dass Super Mario zum 30. Geburtstag kein groĂes, neues 3D-Spiel von Nintendo geschenkt bekam. Stattdessen gibt es Ânur diesen Editor, bei dem wir auch noch selbst kreativ werden mĂŒssen. Andererseits: Die 2D-Mario-Spiele gehörten und gehören zum Besten, was die Videospiel-Welt hervorgebracht hat  was kann es also Schöneres geben, als der Community die Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie unendlichen Level-Nachschub fĂŒr grenzenlosen JumpÂnÂRun-SpaĂ bauen kann? Hat man sich also mit der Tatsache abgefunden, dass jetzt erst mal kein frisches HĂŒpfspiel-Abenteuer auf Wii U ansteht, dann ist dieser Editor irgendwie doch ein tolles Geburtstagsgeschenk…
Wenig verriet Nintendo bislang ĂŒber den enthaltenen Solo-Modus in Super Mario Maker. Wisst Ihr, warum? Weil eigentlich keiner dabei ist. Anstatt einer hĂŒbschen Oberwelt und Dutzender top designter Levels gibt es lediglich die Â10-Mario-HerausforderungÂ: Hier mĂŒsst Ihr mit zehn Leben durch acht zufĂ€llige Beispiel-Stages flitzen. Die sind mal ganz nett, aber oft viel zu kurz oder wirken, als hĂ€tte sie in 15 Minuten der Nintendo-Praktikant gebastelt, um ein bestimmtes Bau-Element (z.B. MĂŒnz-Schalter oder TĂŒren) einzufĂŒhren. Von einem vernĂŒnftigen Einzelspieler-Modus kann man also nicht sprechen  weshalb wir darauf verzichten, dem Titel unsere ĂŒbliche SpielspaĂ-Wertung zu geben. SchlieĂlich steigt und fĂ€llt der SpaĂ beim Super Mario Maker mit Eurer eigenen Lust am Bauen sowie der Geduld, online nach coolen Stages zu suchen.
Ein Clou am Super Mario Maker ist die Tatsache, dass Ihr nicht nur eigene Kreationen aufziehen, sondern auch die mitgelieferten knapp 70 Beispiel-Levels sowie alle Schöpfungen aus der Online-Welt editieren dĂŒrft. Mit wenigen Stylus-Tippern und in Sekundenschnelle habt Ihr ein Level heruntergeladen und geöffnet  schon doktert Ihr daran herum.
Die Handhabung des Editors ist simpel, die MenĂŒfĂŒhrung ĂŒbersichtlich und logisch. Vom zentralen ÂBauenÂ-Bildschirm aus habt Ihr Zugriff auf Dutzende Elemente, Items und Feinde. Die werden per Stylus kĂ€stchengenau platziert und verschoben. Mit Wischern schafft Ihr groĂe BodenflĂ€chen oder ganze MĂŒnzfelder, unter Zuhilfenahme der Schultertasten könnt Ihr Elemente gruppieren oder kopieren  nach zwei, drei Stunden klappt das hervorragend.
Per Radiergummi werden Elemente entfernt, zudem könnt Ihr Aktionen Schritt fĂŒr Schritt rĂŒckgĂ€ngig machen (aber nicht wiederherstellen). An eine Obergrenze fĂŒr Blöcke, Feinde oder MĂŒnzen stieĂen wir beim Basteln nicht. Ihr habt Zugriff auf quasi alle typischen Mario-Features: Von beweglichen Plattformen und begehbaren Röhren bis zu Bohnenranken, Teleport-TĂŒren und sogar unsichtbaren Geheimblöcken.
DarĂŒber hinaus platziert Ihr Soundeffekte in den Levels, nehmt eigene Soundsamples auf oder versteckt neckische Pixel-Verwandlungen in Fragezeichen-Blöcken. Letzteres Gimmick funktioniert aber nur mit dem Super Mario Bros.-Grafikset. Freigeschaltet werden die jeweiligen Pixel-Figuren durch einmaliges Aktivieren per amiibo.
Einen PferdefuĂ hat der Bastel-SpaĂ: Ihr habt nicht sofort Zugriff auf alle Elemente und Grafik-Sets, stattdessen werden alle paar Tage frische Dinge freigeschaltet  jedoch nur, wenn Ihr immer wieder ein bisschen baut. Ungeduldige helfen mit dem Umstellen der Konsolen-Uhr nach.
Diese Regel gilt: Nur wer ein selbst gebautes Level einmal spielerisch meistert, der darf es mit der Welt teilen  so werden unschaffbare MĂŒll-Stages vermieden. Und keine Sorge: Trotzdem fĂ€llt auf, dass viele Baumeister eher anspruchsvolle Kreationen hochladen. Der Upload selbst klappt einfach und schnell, ist aber auf zehn Levels beschrĂ€nkt. Nur wer gute Stages baut und dafĂŒr Lob in Form von Sternen erhĂ€lt, darf mehr geistigen Output hochladen. Nintendo behĂ€lt sich zudem das Recht vor, unbeliebte Kreationen nach einer Weile zu löschen. Jeder Stage wird zusĂ€tzlich ein 16-stelliger Code zugeordnet  teilt diesen einem Freund mit, damit Ihr sichergehen könnt, dass er Euer Level online findet.
Ansonsten erleichtern diverse Filter die Suche nach Online-SpielspaĂ: Ihr könnt Listen beliebter, gut bewerteter oder neuer Areale durchforsten, nach Region oder Schwierigkeit scannen, Kommentare lesen oder Euch unangebracht erscheinende Kreationen melden  die erste Hakenkreuz-Stage samt Penis-Gumba-Formation kommt bestimmt…
Bei der Verwaltung der Levels hilft der Speicherbot: In diesem MenĂŒ sichert Ihr Eigenschöpfungen, benennt Levels um, speichert Stages aus aller Welt oder wĂ€hlt Beispiel-Levels an, um diese zu editieren. Wer keine Lust auf Online-Levelsuche hat, zockt die Â100-Mario-HerausforderungÂ: Hier geht Ihr mit 100 Leben im Rucksack eine bestimmte Anzahl zufĂ€lliger Online-Stages an. ms
Matthias Schmid meint: Ich bin kein Fan von Editoren  bei LittleBigPlanet habe ich mehr gezockt als gebastelt und meine Level-Kreationen bei Mega Man Powered Up haben Jahre auf dem Buckel. Trotzdem bringt mir der Super Mario Maker viel SpaĂ ins Wohnzimmer: Ich zimmere verschachtelte HĂŒpf-Parcours mit viel zu vielen Feinden oder freue mich ĂŒber die KreativitĂ€t anderer Spieler. In deren Stages lege ich mich mit Gumba-Horden an oder flitze durch Architektur, die an Pac-Man-Labyrinthe erinnert. Unnötig finde ich den Zwang zum Bauen, bevor alle Elemente freigeschaltet werden  hier nimmt Nintendo den Spieler zu sehr an die Leine. Auch hĂ€tten eine zĂŒnftige Solo-Kampagne oder Mehrspieler-UnterstĂŒtzung dem Titel gutgetan. Fast makellos wirken dagegen die Bedienung, das Up- und Download-System sowie der Super Mario-Spielablauf selbst. Besonders bemerkenswert sind die vielen feinen Unterschiede zwischen den enthaltenen Spielkonzepten: Der Ur-Mario kann wenig, spĂ€ter wird geflogen und neuerdings von WĂ€nden abgesprungen.
- Grafik-Sets aus 4 Spielen dabei
- alle amiibos schalten Pixel-Figuren frei
- Standard-Version inkl. Artbook (mit im Spiel verwendbaren Zahlencodes), fĂŒr 10 Euro mehr liegt der Pixel-Mario-amiibo bei
Weil es sich bei Super Mario Maker um einen Editor ohne Solo-Kampagne handelt, verzichten wir auf eine konkrete SpielspaĂ-Wertung.
Einfach zu bedienender, aber mĂ€chtiger Editor  top sind MenĂŒs, Download-Funktionen und ErklĂ€rungen; eine coole Kampagne haben wir vermisst.
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DafĂŒr sind Ihren Gesicht Eindruck dabei in der M! Games.
Man kann sehr wohl Handhabung u.a. bewerten. Vielleicht kommt da dann nicht klassischer Spielspass rum, aber es gibt halt auch schlechtere und bessere Editoren.
Bei ein Musik Editor kann man auch nicht bewerten. Es reicht auch, wenn die Redakteure Ihren Meinung geben und Super Mario Maker wurde als gut empfunden.
[quote=ChrisKong]
Hmm, Wertung oder nicht? Spielspass kann ja auch vom Baukastenprinzip herrĂŒhren (Minecraft), von daher hĂ€tte man da durchaus eine Wertung vergeben können.
Das “”Spiel”” ist dafĂŒr eigentlich maximal transparent. Es ist ganz klar, was man kriegt, von daher dĂŒrfte eine EnttĂ€uschung eigentlich ausfallen.
[/quote]Finde zwar Minecraft jetzt nicht ganz passend aber grundsÀtzlich sehe ich das auch so. Ich mein der Mario Maker ist halt super zugÀnglich und der Editor ist ja auch stark gamifiziert.
das mit der fehlenden wertung finde ich toll. sollte man bei allen spielen so machen.
Schade, dass man keine Solokampagne drauf gepackt ha. So werde ich verzichten. Sehe das so wie Nipponichi. Irgendwann werden die Server abgeschaltet und dann seh man da. Selbst Level zu bauen darauf habe ich null Bock, zumal man diese ja dann auch kennt und die Ăberraschung fehlt. Dann warte ich doch lieber auf Mario Galaxy 3 đ
Hmm, Wertung oder nicht? Spielspass kann ja auch vom Baukastenprinzip herrĂŒhren (Minecraft), von daher hĂ€tte man da durchaus eine Wertung vergeben können. Das “”Spiel”” ist dafĂŒr eigentlich maximal transparent. Es ist ganz klar, was man kriegt, von daher dĂŒrfte eine EnttĂ€uschung eigentlich ausfallen.
Scheinbar sind die 70 Levels ja nicht so wirklich spielbar, daà man sagen könnte, es wÀre eine Solokampagne in irgendeiner Form. Ich hÀtte mich wirklich gefreut, von Nintendo selbst richtige und fertige Levels schon auf der Disc vorzufinden. Daà es zwar kreative Levels auch online von Nutzern gibt, bezweifle ich nicht. Aber irgendwann mal gehen die Server offline. Dann war es das wohl. Ich glaube, ich passe dieses Mal doch.
Schade dass es keine Wertung gibt-die Diskussionen wÀren interessant geworden.
nice, noch 4 Tage, dann freue ich mich auf unzĂ€hlige kreative ultraherausfordernde Levels :)(… die Meatboy und Bloodborne wie Casualgames aussehen lassen^^)