The Adventures of Elliot: The Millennium Tales – im Test (Switch 2)

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Fans von (J-)RPGs, die ihre liebsten Videospielerfahrungen in den 1990ern verorten, dürften in Tomoya Asano den modernen Heilsbringer sehen. Schon länger widmet sich der Genre-Experte bei Square Enix in unterschiedlicher Ausprägung nostalgischen Rollenspielen. 2018 gelingt der Überraschungshit Octopath Traveler, der spielerisch und mit seinem erfrischenden HD-2D-Look Nostalgie mit moderner Technik vermählt. Das kommt verdientermaßen gut an und zieht Folgeprojekte nach sich, darunter das ebenso gelungene Triangle Strategy.

Mit The Adventures of Elliot soll nun den Action-Adventure-Größen der 1990er-Jahre gehuldigt werden. Während sich Team Asano dabei einmal mehr charmant und handwerklich kompetent verbeugt, bleibt es spielerisch etwas hinter der Qualität vorangegangener Projekte zurück.

Vielleicht habt Ihr unsere Hands-on-Preview gelesen, womöglich sogar schon selbst in die Prolog-Demo reingespielt. Klären wir trotzdem flott, was Euch hier im Kern erwartet: Von den Mana-Serienanfängen, Quintet-Schwergewichten wie ­Terranigma und Illusion of Time sowie Links 2D-Abenteuern auf dem SNES und Game Boy ­inspiriert, lässt Euch ­Elliot die Welt und ­Dungeons von ­Philabieldia aus der Top-Down-Perspektive erkunden, Rätsel lösen und allerhand knuffige Gegner vermöbeln.

Keine Sorge, falls das nicht geläufig klingt: Elliot macht Euch vorbildlich mit seinen ­simplen Spielsystemen und -mechaniken vertraut, sodass Ihr Euch schon bald bei der routinierten Erkundung der Welt wiederfindet. Von Beginn an steht Euch frei, von den klar definierten Zielen abzuweichen, um stattdessen kleinere Dungeons zu erforschen, Geschicklichkeitsprüfungen in Schreinen zu meistern und auf Schatzjagd zu gehen. Eure abenteuerlichen Mühen werden vielseitig und genretypisch belohnt. So gelangt ihr an Geld in Form von Rubinen, erhöht Eure Lebensenergie mit dem Fund entsprechender Splitter und stellt Juwelen mit erbeutetem Maginit her, um Eure Waffen zu verstärken.

Stichwort ”Waffen”: Neben Schwert und Schild finden im Spielverlauf diverse weitere Waffentypen in Eurem Inventar Platz, von denen Ihr stets zwei parallel ausrüsten könnt. Im Zusammenspiel mit den Maginit-Juwelen lässt sich Euer Kampfstil so durchaus individualisieren, wenngleich es in den Keilereien ohne­hin keiner großen Raffinesse bedarf. Die repetitiven Manöver der überschaubaren, aber charmant designten Gegnerriege sind schnell verinnerlicht, sodass Ihr Euch nur selten richtig heraus­gefordert fühlen dürftet.

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Max Snake
7. September 2026 13:38

Irgendwie hätte ich mehr erwartet.