
Meinung
Thomas Stuchlik meint: Skyward Sword bietet weder eine komplexe Spielwelt wie Skyrim noch entwickelt es eine Dramatik wie ein ”Final Fantasy. Dennoch entfaltet das neueste Zelda eine unbändige Magie dank fantastisch abgestimmter Spielmechanik und liebevoller Erzählung. Nintendo gelingt es abermals, den Serienwurzeln treu zu bleiben und die Reihe gleichzeitig mit frischen Ideen weiterzuentwickeln. Insbesondere die Schwertführung verlangt im Gegensatz zu Twilight Princess ein geschicktes Händchen und bildet ein zentrales, neues Spielelement. Zudem wirkt die bunte Pastell-Optik, als ob sie schon immer zur Zelda-Serie gehört hätte – da übersehe ich auch gerne treppenartige Polygonkanten. Zu den wenigen Macken zählen lange Laufereien und eine Schnitzeljagd quer durch die Kontinente in der zweiten Spielhälfte, die das Abenteuer strecken. Doch dank vielfältiger Aufgaben gleicht keine Spielstunde der anderen: Skyward Sword erfindet das Rad nicht neu, krönt sich aber erneut zum Genre-König.
Matthias Schmid meint: Ich habe Skyward Sword viel kürzer als Haupttester Thomas gespielt und stelle nicht die Qualität des Gesamtwerks in Frage. Doch hat mich der neue Link auch nach fast zehn Stunden Spielzeit noch nicht in seinen Bann gezogen. Zuallererst störe ich mich an der groben Optik der an sich stimmungsvollen Märchenwelt. Zwar ist der Pastell-Kniff für weiter entfernte Grafiken eine feine Idee, doch das Kantenflimmern und die schwachen Modelle sind mir anno 2011 ein Graus. Ebenso habe ich den zweiten Analogstick vermisst – stetes Nachjustieren der Kamera sollte der Vergangenheit angehören. Und die Schwertsteuerung via MotionPlus? Die geht in Ordnung, wie ein echter Ritter fühle ich mich deswegen aber noch lange nicht.










