The Necromancer’s Tale – im Test (PS5)

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Auf PC gilt das Spiel längst als Geheimtipp für Fans düsterer, story­lastiger Rollenspiele. Nun ist auch die Konsolenumsetzung erschienen und hat uns sofort gefesselt. Schon bei der Charaktererstellung gestaltet Ihr die bewegende ­Hintergrundgeschichte der Hauptfigur aus niederen Adelskreisen, indem Ihr prägende Ereignisse aus Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter festlegt. Das eigentliche Spiel beginnt im Jahr 1733 und konfrontiert Euch mit dem unerwarteten Tod Eures Vaters. Laut Butler Albrecht soll dieser an einer Überdosis Alkohol gestorben sein, obwohl er vorher kaum getrunken hatte. Zudem ist es merkwürdig, dass kein Arzt, sondern ein Kräuterkundiger den Tod festgestellt hat und die Beerdigung völlig überhastet sowie ohne Eure Anwesenheit stattfand. War es also vielleicht doch Mord, den jemand vertuschen möchte? Und wenn ja, wer könnte dahinterstecken?

Die Handlung baut sich langsam auf, schafft es jedoch hervorragend, stetig Spannung zu erzeugen. Nach etwa zehn Stunden wird das Thema Nekromantie eingeführt, das sich wie ein roter Faden auf verschiedenen Ebenen durch die gesamte Geschichte zieht. Damit verbunden sind immer neue moralische Dilemmata, etwa die Entscheidung, ob Ihr die Geheimnisse Eures als Kriegsheld gefeierten Vaters bewahrt oder lieber unbequeme Wahrheiten ans Licht bringt. Spielmechanisch reicht das Spektrum vom Finden von Beweisen über das Übersetzen von Zauberbüchern bis zum Sammeln von Zutaten für ­dunkle Rituale. Nicht zu vergessen sind die rundenbasierten Kämpfe mit einer wachsenden Armee an ­Untoten, die Euch gehorchen.

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