Touhou Genso Rondo: Bullet Ballet – im Test (PS4)

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Seinen Anfang nahm die unter Kennern kultisch verehrte Bullet-Hell-Reihe Touhou Project 1996 als Fanprojekt des lediglich ein Mann starken Team Shanghai Alice. Mittlerweile wurde daraus eine mächtige Marke mit zahllosen Ablegern: Digital, gezeichnet, gedruckt – der Ausstoß ist gewaltig. Das erste Touhou auf PS4 ist allerdings kein klassischer Shooter, sondern setzt auf Duelle zwischen den zahlreichen Damen, die meist als Bosse fungieren. Wenn Ihr die kennt – gut. Wenn nicht: auch nicht schlimm. In der Praxis tragt Ihr einen Kampf zwischen zwei Bullet-Hell-Bossen aus, entsprechend voll ist der Bildschirm meist mit grell glühenden Geschossen. Ihr fliegt durch die Arenen und umkreist Euch gegenseitig, während Ihr Euch mit Salve um Salve beharkt, bis der Lebensbalken einer Figur leer ist. Ihr habt zahlreiche Schuss- und Bewegungsvarianten sowie Superattacken, bei denen Ihr den Gegner in bester Boss-Manier vom oberen Bildschirmrand unter Beschuss nehmt. Auch ein paar Nahkampfmanöver sind im Repertoire: Erfolgreiche Angriffe lassen kurzzeitig Power-up-Symbole erscheinen. Eine Spezialangriffsleiste ladet Ihr auf, indem Ihr möglichst nah am gegnerischen Kugelhagel entlangschrammt. Ein Tutorial bringt zwar alle Mechaniken bei, trotzdem werdet Ihr ein paar Kämpfe brauchen, bis Ihr Eure Figur wirklich versteht. An Modi wird nicht gespart: Neben Arcade-, Story- und Boss-Rush-Modus gibt es diverse Mehrspieler-Optionen, auch online dürft Ihr antreten.

Thomas Nickel meint: Die Idee ist reizvoll – endlich als mächtiger Bullet-Hell-Boss spielen und den Bildschirm mit Projektilen füllen! Doch die Einstiegshürde ist beträchtlich, alleine bis die Steuerung verinnerlicht ist, braucht Ihr eine Weile. Grafisch ist Touhou ein zweischneidiges Schwert: Die eleganten, leuchtenden Schussmuster beeindrucken, Hintergründe und Figuren könnten aber fast einem frühen PSone-Titel entstammen und mit schrecklich undynamischen Nahkampf-Animationen tut sich das Spiel keinen Gefallen. Dieses ”Touhou“ wird wohl nur wenige Fans finden.

  • interessantes Spielkonzept
  • steile Lernkurve
  • sehr schwache 3D-Modelle

Die exotische Duell-Ballerei ist recht komplex und fordernd, spielerisch aber enorme Geschmackssache und wenig berauschend.

Singleplayer51
Multiplayer
Grafik
Sound
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