Tourist Trophy – im Klassik-Test (PS2)

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So gut vorbereitet wartet eine Überraschung auf der Strecke: die Gegner. Nicht mehr als drei Kontrahenten bilden das Fahrerfeld. Zusätzlich gibt es keine stehenden Starts – die Rennen beginnen ­immer ‘On-the-Fly’. Doch die KI-­Kameraden fahren ihr eigenes ­Rennen und denken nicht einmal daran, Platz zu machen. Allerdings fällt das nicht so sehr ins Gewicht, da sich Motorräder bautechnisch deutlich einfacher über­holen lassen als ihre vierrädrigen Genossen. Im Zweispieler-Modus lassen sich die Computerfahrer übrigens nicht ­blicken.

Habt Ihr einen sauer verdienten Sieg errungen, winken nicht nur Zweiräder als Belohnung, sondern auch lizenzierte Bikerbekleidung. Modebe­wuss­te Motorradliebhaber dürfen ­also auch im standesgemäßem Outfit über die Pisten heizen.

Wie gut, dass der aus Gran Turismo 4 bekannte Fotomodus mit dabei ist. In der Wiederholung stoppt Ihr das Geschehen per Select-­Taste. Dann werden Schnappschüsse mit zahl­reichen Einstellungen auf Memory Card oder USB-Stick gebannt. Neu ist die Funktion ‘Bestes Foto’, die automatisch eine Auswahl an hübschen Schnappschüssen erstellt.

Auch Fahrpuristen werden gefordert: So findet sich neben Reifenverschleiß und der Adrenalin fördernden Cockpitansicht der zuschaltbare Semi-Profi- und Profi-Modus. Damit aktivieren echte Biker das ­manuelle Ducken beim Fahren, separate Vorder- und Hinterradbremsen sowie ­eine verringerte Traktions­kontrolle. Bei der großen Anzahl an über 35 Strecken gibt es viel zu tun, bis jede Ideallinie perfektioniert ist. Leider sind die ­Pisten größtenteils aus Gran Turismo kopiert worden – inklusive der legendären Nordschleife, die auf dem Motorrad noch ein Stück herausfordernder wird. Lediglich ein neuer Kurs kam ins Sortiment: die MotoGP-Strecke von ­Valencia. Allerdings ­finden sich keinerlei Offroad- bzw. Motocross-Rasereien. Übrigens kommen geduldige PAL-Spieler in den ­Genuß vier neuer Motorräder ­sowie frischer Klamotten.

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Runner
10. November 2023 20:18

Das Spiel ist bei vielen Fans hoch angesehen. Möchte man nicht meinen. Ist aber so. An dieses Spiel erinnern sich viele. Die Steuerung damals so hinzubekommen war bestimmt knifflig und sehr zeitaufwendig. Das es eigentlich total auf Gran Turismo 4 basiert hat mich nur am Anfang kurz gestört. Dann war ich begeistert. Ich spiele es heute noch recht häufig. Am liebsten mit einer 600er. Nicht zu schnell und nicht zu langsam. Man muss es schon viel gespielt haben um wirklich gut zu fahren. Das Spiel hat eine totale Sonderstellung weil es zu seiner Zeit in seiner eigenen Liga gespielt hat. Man braucht zwar Übung. Aber trotzdem ist es anfängerfreundlich. Es ist in keinster Weise so Hardcore wie z.B. Sims Racing. Wo einem das Vorderrad durch überbremsen oder das Hinterrad durch zuviel Gas weggeht. Es ist nicht nur irgendein Motorrad-Rennspiel sondern es ist ein echter Alltime-Classic an den man sich erinnert.

schweini
9. November 2023 12:18

Das war ein toller Überraschungshit. Wie PD es immer wieder schaffen dass sich die Fahrzeuge am Gamepad “authentisch” oder mindestens nachvollziehbar anfühlen – hier hats sogar mit Motorrädern funktioniert. Und das ohne jahrelange Vorbereitung. Respekt.
Visionen und Perfektionismus vom Chef kosten offensichtlich viel Zeit und Kronkorken, führen dann aber bei den GT Auto Teilen manchmal zu Aussergewöhnlichem.