Turbo Overkill – im Test (PS5)

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Ihr seid Johnny Turbo. Ein Agent, der wie Robocop nach einem Attentat zur Killer­maschine geformt wird. Eure stärkste Waffe? Ein Kettensägen­bein, mit dem Ihr im Eiltempo durch die Levels rutscht und mit genügend Tempo gleichzeitig Eure Gegner häckselt. Wie es sich für einen Maschinenmenschen in einem Cyberpunk-Universum gehört, könnt Ihr Eure Gliedmaßen und Eure Waffen im Verlauf ordentlich modifizieren und alternative Schussmodi freischalten.

Die größte Stärke von Turbo Overkill ist neben der wahnsinnig flotten Shooter-Action das fantastische und abwechslungsreiche Leveldesign, das zwar auch Klassiker wie die Suche nach farbigen Schlüsselkarten bietet, aber noch viele weitere Ideen von Duke ­Nukem, Doom, Quake und modernen Titeln aufgeschnappt hat.

In den 20- bis 40-minütigen Missionen erkundet Ihr häufig weitläufige, verwinkelte und vertikal angelegte Hub-Areale. Euch erwarten unter anderem actionreiche Gefechte auf fliegenden Autos, Geschicklichkeitseinlagen mit Fallenräumen oder das Erklimmen eines Hochhauses mit Wandläufen und Jump-Pads. Auch könnt Ihr Geheimnisse finden, um Cheat-Codes wie explodierende Konfettiköpfe freizuschalten oder weitere Perks in Spezialkisten einzutüten. Gegner sind zwar meist eher simpel gestrickt, doch Drohnen lassen sich zum Beispiel nur am Schädel beschädigen und explosive Kameraden sorgen dafür, dass Ihr Euer Kettensägenbein nicht ständig ausfahrt wie ein Libero.

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Max Snake
12. Mai 2025 18:32

Ein gutes Alternative zur Doom Dark Ages.

Die Demo konnte ich nur kurz anspielen. Macht Laune.

Eydrian
12. Mai 2025 18:28

Schon auf die Liste gewandert!

Danke M! – ohne Euch würden solche „Indie-Perlen“ des Öfteren an mir vorbei gehen…

ghostdog83
12. Mai 2025 8:36

Aber sei auch gesagt: Auch viele der Retro-Shooter im 70er-Bereich oder 60er-Bereich sind gar nicht so verkehrt und bedienen oft schon die Bedürfnisse, die man sich von so nem Spiel erhofft. Die kann man auch eher mal gut “wegspielen” als 60er-Titel in einem anderen Genre. Und zum Beispiel sind die von dir erwähnten Nightdive-Dinger nicht alle super gealtert, aber Powerslave Exhumed oder sogar auch Killing Time sind immerhin auf ihre Weise interessant und spaßig, da sie doch ein paar eigene Ansätze mitbringen.

Dem habe ich auch nichts entgegenzusetzen – ich selbst hatte auch schon mit der Serious Sam Collection ein paar solide Stunden Unterhaltung geboten bekommen (in Schüben umso mehr), obwohl nur eine durchschnittliche Bewertung vorlag (was im Kaufverhalten auf einen Tiefpreis hinauslief).

Der Podcast von Auf ein Bier zu Serious Sam fand ich hinsichtlich der Tiefe der Analyse zu Teil 4 sehr gut:
https://www.gamespodcast.de/2020/10/25/runde-290-serious-sam-4-der-reiz-der-horde/

Auf Sprawl und Postal: Brain Damaged werde ich mal ein Auge werfen.

ghostdog83
11. Mai 2025 18:09

Ich denke mal, dass der Preis einfach dem starken Genre-Umfeld geschuldet ist. Retro-Shooter gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Diejenigen mit 20 Euro sind da schon sowas wie die Premium-Produkte und auch im 10er-Bereich findet man schon viele tolle Games. Daher dümpeln vermutlich selbst die vielen sehr guten Vertreter meist zwischen 3000-6000 Reviews auf Steam herum. Krasse Verkaufsschlager wie Ultrakill (Early-Access seit 2020, aktuell 24 Euro und 146.000 Reviews) sieht man eher selten.

Bei der Schwämme an Retro-Shooter hast du aber auch nur eine überschaubare Menge an Titeln, die aufgrund ihrer Qualität aus der Masse herausstechen können – bei der M! Games fällt mir auf Anhieb kein Retro-Shooter ein, der in den letzten Jahren die 90er Marke knacken konnte. Vieles, was getestet wurde, landet am Ende eher im 60er bis 70er Bereich, mit wenigen Ausreißern nach oben (u. a. das von dir getestete Quake II Remaster oder Prodeus mit jeweils 80 Prozent).

edit: Die höchste Wertung in den letzten Jahren vor dem Release von Turbo Overkill dürfte Nightmare Reaper mit 88 Prozent eingefahren haben.

Spacemoonkey
10. Mai 2025 12:52

ich hätte eigentlich lust drauf aber in der demo gefällt mir das aiming überhaupt nicht. es ist nicht feinfühlig genug. denke mal es hängt mit einer ruckartig einsetzenden beschleunigung zusammen.
und autoaim möchte ich nicht einschalten

ghostdog83
10. Mai 2025 12:34

Ähnlich wie bei Hollow-Knight stimmt hier das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu dem Gebotenen nicht – der Titel verkauft sich klar unter Wert und lässt damit andere Vertreter aus dem gleichen Genre noch zusätzlich alt aussehen (bspw. die unzähligen Neuauflagen klassischer Shooter von Night Dive Studios, die teils teurer sind als Turbo Overkill). Ca. 30 Euro würden der Qualität des Titels eher gerecht werden.