Zettai Zetsumei Toshi 4 Plus: Summer Memories – im Import-Test (PS4)

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An vielen Orten dreht es sich daher anfangs darum, ein Klo zu finden, um für Erleichterung zu sorgen. Oft geht es auch erst weiter, wenn Ihr den Menschen um Euch herum geholfen habt. Als Köchin verkleidet findet Ihr in einem Juweliersladen eine ­Leiche und dazu die halb im Safe versunkene Mörderin. Zur Auswahl stehen nun: schreien, weglaufen oder der Dame einen Verband geben, weil sie verletzt ist. Ich entscheide mich für das Letztere und erhalte dafür ”Guter Mensch”-Punkte. Im Supermarkt verkaufe ich den Leuten Essen und stecke mir das wohlverdiente Geld in die Tasche – das bringt ”Böser Mensch”-Punkte. Etwas später finde ich eine Kiste mit ­Katzen und stürze abgelenkt während eines Nachbebens ins Wasser und sterbe. Oder tue so, als wäre ich die Tochter des verschwundenen Chefs und kassiere schön Geld vom Sekretär! Gefühlt mache ich hier alles, außer mich in Sicherheit zu bringen.

Grafisch ist Zettai Zetsumei ­Toshi unscheinbar; es fühlt sich an, als hätten die Macher die bereits fertigen PS3-Assets einfach übernommen, auch die Charak­tere sind simpel gestaltet. Die Story ist episodisch gestaltet, lässt aber die Hoffnung, dass am Ende alles irgendwie doch zusammengeführt wird.

Aber trotz eines sichtbar kleinen Budgets macht das Spiel Spaß. Der Hauptcharakter ist recht ungelenk und seine (oder ihre) Persönlichkeit wird bestimmt durch Multiple-Choice-Antworten. Das Amüsante dabei: Die ­Antworten sind für beide ­Geschlechter dieselben, also könnte sich die Heldin auch an die Lehrerin ranschmeißen. Überall finden sich in der Umgebung Kleidung, Taschen und Kompasse – aufmerksames Suchen wird ­also belohnt. Und später dürft Ihr dann in schräger Kleidung von Junkies gefesselt in eine Ruine davon­kriechen. Klingt seltsam? Ist es auch.

Der Spieler und der Held sind beide Beobachter in einer nach und nach zerfallenden Stadt, und das Game versucht, mit Humor die Situation zu entschärfen. Aufgrund der Sprachbarriere kann man nur hoffen, dass wir doch noch einen West-Release erleben werden. Vielleicht ist der VR-­Support in bestimmten Levels ­dafür bereits ein Indiz.

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