
Der Iran hat den Verkauf von Battlefield 3 verboten. Wie The Daily Star unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Far News Agency berichtet, nimmt der Iran Anstoß an der Kampagne, die den Spieler auch nach Teheran führt: Vor dem Hintergrund einer nuklearen Bedrohung bekämpft man dort die PLR Milizen, die sich fiktiv im Jahr 2014 im Iran an die Macht geputscht haben.
Eine Gruppe iranischer Spieler startete bereits eine Petition im Internet, um gegen die Darstellung ihres Landes in dem Spiel zu protestieren. Sinngemäß steht dort zu lesen, dass man zwar versteht, dass die Handlung von Videospielen rein hypothetisch ist, doch dass Battlefield 3 ein sehr negatives Bild des Irans wiedergibt – was die USA nutzen, um die Angst vor dem Iran in der Welt zu schüren.
Was man auch nicht vergessen darf: Der Irak-Iran-Krieg ist in der Erinnerung der dortigen Bevölkerung noch sehr präsent, zwei weitere Golfkriege fanden praktisch vor der Haustür statt. Im BBC–Bericht über das Battlefield 3-Verbot kommt auch ein iranischer Game-Designer zu Wort, der über die üblen Erinnerungen spricht, die Kriegsspiele in ihm und der Bevölkerung hervorrufen.
Überraschender als das Verbot an sich ist die Tatsache, dass Battlefield 3 im Iran überhaupt erhältlich war – denn EA hat in dem Land gar keinen offiziellen Vertrieb. Wie man sich denken kann, gibt es aber einen "inoffiziellen" in Form von Straßenhändlern, die Raubkopien anbieten. Doch das Verbot macht auch damit Schluss, weshalb Electronic Arts von der Bannung des Spiels nicht sonderlich unglücklich ist, wie IndustryGamer berichtet: "Da Battlefield 3 im Iran nicht käuflich erhältlich ist, können wir nur hoffen, dass das Verbot auch verhindert, dass Raubkopien an den Kunden gelangen", erklärte EA.