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Splinter Cell Trilogy (Test)
System PS3    Genre Action-Adventure    Hersteller Ubisoft    USK 16

In acht Jahren hat sich Top-Spion Sam Fisher einen gro­ÃŸen Namen im Videospiel-Business gemacht: Die 1080p-Neuauflagen seiner ersten drei Abenteuer dürft Ihr jetzt separat über PSN (je zirka 10 Euro) oder gemeinsam auf der Trilogy-Blu-ray erwerben – eine prima Gelegenheit, verpasste Einsätze nachzuholen! Denn mit dem geschickten Einsatz von Licht und Schatten bleiben die Schnüffler-Abenteuer spielerisch topaktuell: Neben einigen Kraxeleien an Rohren und Seilen schleicht Sam vor allem durch finstere Winkel, um Gegner unbemerkt zu umgehen und überwältigte Wachen verschwinden zu lassen. Ihr könnt diese hinterrücks greifen, dann verhören, betäuben und als menschliches Schutzschild benutzen. Damit das klappt, muss man schon mal einige Lichtquellen mit der Schalldämpferpistole eliminieren. Dann lassen sich Feinde belauschen und manipulieren, was Sam mittels Pfeif-Funktion und zahlreicher Technik­gimmicks bestens ausnutzt: Sein lautloses Sturmgewehr feuert neben Kugeln u.a. Rauchgranaten, Taser, Betäubungsringe und sogar Ablenksysteme – die können Gegner mittels Geräusch anlocken und dann durch KO-Gas betäuben. Allerdings muss Sam auch mit Bewegungsmeldern, Wachhunden, Zivilisten, Sprengfallen und Sicherheitskameras klarkommen, die er dank seiner bis zu drei Sicht-Arten frühzeitig erspäht: Ihr nutzt elektromagnetisches Bild, Nacht- und Wärmesicht. Für spannende Handlung sorgt Erfolgsautor Tom Clancy: Es gilt die Hintermänner von Terroristen und Revolutionären aufzuspüren, Biowaffen und Cyber­attacken abzuwehren. Erst wenn alle Informationen gesammelt und Gefahren ausgeschlossen sind, verlässt Sam die Deckung und straft die Schurken. Wilde Ballereien sind die Ausnahme, ’unsichtbar und lautlos’ ist Sams Motto – Verhaltens­fehler werden häufig mit Missions­abbruch ­bestraft!

Für die 1080p-Neuauflagen hat Ubi­soft die 3D-Modelle der Klassiker skaliert und sie mit Texturen in höherer Auflösung versehen: Im Erstling wirken Protagonisten und Umgebung noch etwas grob, bei den Nachfolgern genießt Ihr dagegen weitgehend ansehnliche Grafiken. Nur einzelne Objekte wie Bitmap-Feuer und Sams PDA sind in wenigen Szenen hässlich grob. Leider wurde zudem das HUD nicht überarbeitet, was speziell in Pandora Tomorrow unangenehm pixelig ins Auge sticht. In puncto Renderfilme warnen wir vor den Handlungsszenen der ersten beiden Titel, die samt Letterbox-­Balken ins Breitbildformat gewandelt wurden und deshalb vertikal ­gequetscht auf dem HDTV erscheinen – so ist die Qualität der ­Filmschnipsel unter DVD-Niveau.
Dank der neuen Schnellspeicherfunktion gehen Sams Abenteuer lockerer von der Hand, da Ihr nicht bei jedem Fehltritt den halben Level wiederholen müsst. Ansonsten ist das Optionsmenü spartanisch, Ihr dürft weder die Tastenbelegung ändern noch die Y-Achse des Kamera­sticks spiegeln. Wer letztere Funktion gewohnt ist, wird im Eifer des Gefechts oftmals versagen. Verzichten müsst Ihr auch auf die Mehrspielermodi, nur die Kampagnen lassen sich genießen. Spendabel gibt sich Ubisoft dagegen bei den Trophäen: Jeder Level wird versilbert und auch das Gold (spielt ohne Medi­kit oder nur mit Pistole und Gimmicks) ist in greifbarer Nähe.

+ Schnellspeicherfunktion
+ 3 Abenteuer zum Preis von einem

- pixeliges HUD
- gequetschte Zwischensequenzen
- keine Mehrspielermodi
- Steuerung nicht editierbar

Oliver Ehrle meint: Schleichen, Austricksen und Überwältigen: Sams Abenteuer garantieren immer noch spannende Stunden – wobei Ihr sie mit der neuen Speicherfunktion jetzt im Schnelldurchlauf konsumieren könnt. An zwei Abenden spielt Ihr je eine Kampagne entspannt durch, denn Ihr seid nicht mehr auf die raren Autosave-Punkte angewiesen, sondern dürft jeden Schritt mittels kurzer Tastenfolge sichern. So könnt Ihr gewagter experimentieren und die KI ausreizen, erblickt andererseits aber viel schneller den Abspann. Insofern weht selbst im hohen Schwierigkeitsgrad ein Hauch vom Godmode durch die Neuauflagen – scheitert doch Sam oft nur am Alarm. Originalgetreu präsentieren sich die technischen Mängel der Klassiker, z.B. ­Stottersound in manchen Arealen, Textur- und Grafikfehler. Dass Ihr die Steuerung nicht konfigurieren dürft, ist schwach.

78
M Ganz entspannt zum Happy End: sauber auf HD skalierte Spionageklassiker mit allseits einsetzbarer Speicherfunktion. M
M!-Rating 78 von 100       Grafik 7 von 10       Sound 7 von 10       Singleplayer 8 von 10       Multiplayer 0 von 10
Region PAL      Test erschienen in der M! Games 10 / 2011      Seite 68      Redakteur oe
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Kommentare

Bild von tetsuo01

Das mit der Speicherfunktion ist absoluter Käse. Wie leicht soll es den noch sein?

"I come in peace - But you go in pieces" ;)

Bild von JominatorXS

Aber schnellspeichern konnt man doch schon damals oder irre ich mich?

Wär rechtschraibfehla findet daaf sie behalden oder bei Ebey verkauffen.

Bild von Richie1982

Wunder mich auch gerade. Also man war definitiv nicht auf Speicherpunkte angewiesen!!!

...und das Laden ging auch relativ schnell.

Bild von Oliver Ehrle

Manuelles Speichern gabs nur in "Chaos Theory", nicht aber in den ersten beiden Teilen - definitiv, hab ja die Oldies extra nochmal eingelegt. Eine spezielle Schnellspeicherfunktion gabs in allen drei Teilen nicht. Evtl. gabs Quicksave auf PC, das habe ich nicht nachgeprüft.

Gruß,
Oliver Ehrle

Bild von Richie1982

Aso....Ja OK.

Nur, dass man das jetzt als Kritikpunkt aufführt. Sonst meckert man rum, dass man auf zum Teil dämlich angelegte Checkpoints angewiesen ist...jetzt wird es (zeitgemäß) angepasst und jetzt mosert man rum, dass es zu leicht wär.

Bild von JominatorXS

@Oliver: Hab die ersten beiden auf dem PC gezockt, da konnte man Quicksaven

Wär rechtschraibfehla findet daaf sie behalden oder bei Ebey verkauffen.

Bild von Oliver Ehrle

@Richie: Die Schnellspeicherfunktion steht bei den Plus-Punkten. Man spielt die ersten beiden Titel nur jetzt extrem schnell durch. Nur für Teil drei hab ich etwas länger gebraucht, da sind die Levels auch umfangreicher und es gibt mehr optionale Missionsziele.

Und noch ein Nachtrag zum Test: Beim Teil 1 hats mir am Ende noch den Spielstand zerlegt, das komplette Profil inkl. aller Saveslots wird jetzt nicht mehr erkannt.

Bild von Richie1982

@ Oliver

War auch eher an Tetsuo gerichtet und weniger an den Test. ;-)

Das mit dem Speicherstand ist sehr ärgerlich. :-(

Bild von Thoemas

"Dass Ihr die Steuerung nicht konfigurieren dürft, ist schwach."

Das ist nicht schwach, das ist ne Katastrophe. 10 Euro für den Hintern, und kein Update in Sicht!

Stumpft der Mensch vom Gaffen ab?

Bild von mobby

Mich würde ja prinzipiell der 2. Teil interessieren, da ich den ausgelassen habe (Teil 1 besitze ich und 3 damals vom Kumpel ausgeliehen), aber für 10 Euro und dann vllt. noch Pech haben und der Speicherstand geht kaputt ... nein danke.
Im Saturn hab ich letztens eine Green Paper Collection von Teil 1 bis 4 für PC um 6,99 gesehen.

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