Inversion – im Test (PS3)

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Was waren das noch für Zeiten, als Aliens furchterregende, fremdartige Kreaturen waren und die Menschheit mit bizarren Methoden auslöschen wollten. Wenn es nach Inversion geht, sehen Außerirdische aus wie Space Marines, heißen Lutadore, entführen kleine Kinder und ballern wild in der Gegend herum – das ist eigentlich schon das ganze Szenario. In Inversion schlüpft Ihr in die Rolle des Gesetzeshüters Davis Russel, der gemeinsam mit seinem Kollegen Leo Delgado miterlebt, wie besagte Lutadore die Erde überfallen und alles in Schutt und Asche legen. Davis verliert seine Tochter aus den Augen und macht es deshalb zu seinem Ziel, sie und all die anderen entführten Kinder zu retten.

Das zentrale Element von Inversion ist der sogenannte ”GravLink” – eine Art Waffe, mit deren Hilfe Ihr die Schwerkraft kontrollieren könnt. Unterschieden wird hierbei die schwache und starke Gravitation: Erstere lässt Gegenstände und Feinde schweben, letztere drückt sie zu Boden. Mit dieser Mechanik werden nicht nur Kämpfe maßgeblich beeinflusst. Auch die Umgebung selbst muss hin und wieder manipuliert werden, um weiterzukommen. Doch keine Sorge, ganz im Sinne eines Shooters ist es nie schwer herauszufinden, was zu tun ist. Außerdem befinden sich manche Levelabschnitte im Zustand der Schwerelosigkeit, in der Ihr Euch von Plattform zu Plattform stoßen und dabei Feinde besiegen müsst.

Eure konventionellen Waffen dagegen sind beschränkt: Zwei Slots stehen für Wummen zur Verfügung, einer für Granaten. Nicht selten wird die Munition knapp, dann müsst Ihr auf Euren GravLink zurückgreifen und etwas taktischer vorgehen. Vor allem Zwischenbosse sind gegen Kugeln gepanzert und müssen mit Gegenständen aus der unmittelbaren Umgebung bekämpft werden – das kann auch heißen, dass ihr Benzin- oder Lava-Blasen auf einen Feind schleudert. Hin und wieder dürft Ihr Euch auch mit den schweren Waffen der Gegner ausrüsten und ein wenig für Chaos sorgen. Zudem ist es möglich, Bestandteile der Umgebung wie etwa Mauern oder Autos zu zerstören, um Feinde ihrer Deckung zu berauben. Allerdings können sie dasselbe auch mit Euch machen.

Alleine seid ihr mit der Kampagne bald durch, zumal der ursprünglich mal angekündigte Koop-Modus spurlos verschwunden ist. Dafür geht’s bei mehreren Online-Modi wie Scharmützeln oder Team-Deathmatch ganz ordentlich zur Sache, ohne besonders zu glänzen. Für etwas Action zwischendurch ist Inversion also ganz gut zu gebrauchen, aber viel mehr darf nicht erwarten.

Meinung

Christine Donath meint: Die Gravitationselemente sind defintiv noch das Interessanteste an Inversion. Autos herumwerfen oder Gegner aus ihrer Deckung schweben zu lassen, hat schon was für sich – leider reicht das alleine nicht für ein richtig gutes Spiel aus. Der Rest spielt sich eher wie ein 08/15-Standardshooter ohne große Story, Atmosphäre oder Abwechslung. Mehr als durch die Gegend zu rennen und alles niederzuschießen, was einem in die Quere kommt, tut man hier nicht. Und bei all den grobschlächtigen, grunzenden, mit ihren Knarren wedelnden Männern fühlt man sich schnell an Gears of War erinnert, nur dass es billiger wirkt. Inversion ist als Shooter solide und bietet durchaus eine Herausforderung, doch darf man nicht zuviel erwarten – für zwischendurch noch ganz nett, aber auf keinen Fall ein Must-Have für’s Spieleregal.

  • setzt die Gravitation zu Eurem Vorteil ein
  • zerstörbare Umgebung
  • wenig Abwechslung
  • seichte Story, keine Identifikation

Meinung Wertung

Solider Shooter, der zwar viel Action und auch interessante Elemente bietet, insgesamt aber eher matt bleibt.

Singleplayer67
Multiplayer
Grafik
Sound
8 Kommentare
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zweiblooom
14. Juli 2012 2:07

Das Spiel, ‘ wo man die Erde so heben und senken konnte’, hieß Populous 😉

Walldorf
14. Juli 2012 1:14

Ein bisschen mehr Respekt vor kräftig gebauten Menschen bitte. ^^

Wiebke Westphal
13. Juli 2012 22:00

@Christine: haha … kann ich alles sehr gut nachvollziehen. Ich hoffe, du hast bei dem fetten, schwabbeligen Sklaventreiber genauso gelitten wie ich 😉

SideScroller
13. Juli 2012 9:13

“”Bei all den grobschlächtigen, grunzenden… Männern…””Der Meinungskasten einer Frau ist doch immer wieder was Besonderes.^^

John
12. Juli 2012 21:15

Finde das Spiel hatte richtig Potenzial ein guter Shooter mit guter Story zu werden (was momentan ja Mangelware ist).Sehr schade das dieses nicht genutzt wurde 🙁 .

12. Juli 2012 19:54

‘ wo man die Erde so heben und senken konnte.’Fracture hiess das Game….und als mittelmässig würde ich es nicht bezeichnen.Ich fands ganz lustig,nur die Gegner mit den Jetpacks haben genervt.

Transparenz Kubus
12. Juli 2012 18:35

Erinnert an dieses Spiel wo man die Erde so heben und senken konnte. War auch nur mittelmäßig.

12. Juli 2012 16:08

Als ich damals die Trailer sah hatte ich schon ein bisschen Bock drauf. Wird sicher schnell für 20€ zu haben sein und dann hol ichs mir : )