
| Spiel: | Agarest: Generations of War Zero |
| Publisher: | Ghostlight |
| Developer: | Idea Factory |
| Genre: | Strategie |
| Getestet für: | PS3 |
| Erhältlich für: | PS3 |
| USK: | 12 |
| Erschienen in: | 11 / 2011 |
Erinnert sich noch jemand an Agarest: Generations of War? Das bot zwar reichlich taktische Tiefe, hatte aber mit einer nüchternen Präsentation sowie dem Fokus auf allzu offensichtlichen Fan-Service zu kämpfen. Trotzdem fand der Titel wohl einige Käufer im Westen und so bringt Publisher Ghostlight auch den Nachfolger Agarest: Generations of War Zero nach Europa. Der Titel deutet es an: Die Zero-Episode ist eigentlich ein Prequel sie spielt 1.000 Jahre vor den Ereignissen des Erstlings, trotzdem dürfen Besitzer des Vorgängers vor Beginn ihre Durchspiel-Daten importieren.
Schnell wird klar, dass Entwickler Idea Factory an den meisten Tugenden des Erstlings festhält: Die Grafik in den komplexen Taktik-Szenen ist immer noch ausgesprochen mager. Dafür werden die aufwändigen Frisuren, die großen Augen und natürlich die bebenden Oberweiten der weiblichen Figuren umso detaillierter dargestellt. Die Kämpfe betrachtet Ihr von schräg oben, auf die Höhenunterschiede eines Tactics Ogre wird bei Agarest allerdings konsequent verzichtet. Wenn Ihr nicht gerade in den rundenbasierten Taktik-Kämpfen mit komplexen Manövern und unter Berücksichtigung Eures Verhältnisses zu den Mitstreitern Monster verhaut, folgt Ihr der klassischen Fantasy-Handlung und macht Euren Kameradinnen schöne Augen.
An bestimmten Punkten setzt die Handlung auf große Zeitsprünge Ihr schlüpft fortan in die Rolle des Sohnes Eures vorherigen Helden und der zu diesem Zeitpunkt kompatibelsten Mitstreiterin. Das bringt Abwechslung ins Geschehen und verleiht dem japanischen Fantasy-Abenteuer einen willkommenen Hauch von Größe. tn
+ Möglichkeit des Imports von Daten aus Agarest: Generations of War
+ schön gezeichnete Charakterportraits
– schwache Grafik
– sehr spezifisch, lange Einarbeitungszeit
Thomas Nickel meint: Der Erstling Agarest: Generations of War machte durch ein fast unangenehmes Maß an eindeutigen Zweideutigkeiten von sich reden, für den Nachfolger wurde der Peinlichkeitsfaktor zum Glück ein wenig zurückgeschraubt. Dafür ist die Grafik immer noch spektakulär unspektakulär. Wer dran bleibt und sich verbeißt, findet eine Menge taktischen Anspruch die Anfangshürde ist aber wie schon im Erstling hoch. Keine Frage: Agarest Zero bleibt mit seiner rein japanischen Sprachausgabe und dem langsamen Spieltempo kein Spiel für das Mainstream-Publikum, sondern richtet sich an einen kleinen Kreis von Genre-Fans. Freunde rundenbasierter Iso-Schlachten mit einem Klecks Dating-Einschlag bekommen eine Menge geboten wenn sie bereit sind, sich einzuarbeiten.
Wer ein Faible für Iso-Taktik und Anime-Fantasy mitbringt, wird gut versorgt der Rest hat bessere Alternativen.
| Singleplayer | ![]() | 70 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |












