Borderlands 2 – im Test (PS3/360)

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Abgedrehte Endzeitfreaks, Millionen Waffen und von Sarkasmus geprĂ€gte Quests bis lange nach dem Abspann: FĂŒr manche Koop-Spieler ist Borderlands das Nonplusultra der Teamshooter. Im Nachfolger setzt Gearbox auf BewĂ€hrtes und merzt SchwĂ€chen des VorgĂ€ngers aus: Erneut gilt es, den KammerschlĂŒssel zu beschaffen, diesmal aber, um dem Konzernboss Handsome Jack ein Schnippchen zu schlagen – dem Kerl ist kein Plan zu dreckig, wenn es darum geht, die 20 Gebiete von Pandora zu unterjochen.

Die Quests fĂŒhren Euch neuerdings in verschiedene Klimazonen und beeindruckend komplexe Architekturen wie Technostadt, riesige IndustrietĂŒrme und Festungen, in denen es allerhand Kletterpfade in schwindelnder Höhe zu entdecken gibt – auf Fallschaden wird bewusst verzichtet, stellenweise sind sogar regelrechte Basejumps nötig. Bei den Suchaufgaben mĂŒsst Ihr Euch daher deutlich mehr anstrengen, zumal einige exklusive Wummen durch SchlĂŒssel oder Kraftfelder gesichert sind: Wer diese ausschalten will, muss dem Kabel kreuz und quer zum Generator folgen – das mehrfache Durchspielen wird nicht nur durch einen zusĂ€tzlichen Modus mit neuen Gegnern, sondern auch die ĂŒbrig gebliebenen Geheimnisse und Bonusaufgaben interessant.

In den Feuergefechten bekĂ€mpft Ihr von Anfang an starke Monster, Roboter und Soldaten, die Euch mit Tricks wie Wandsprung und Ausweichrolle spielerisch fordern. SpĂ€tere Finsterlinge haben sogar respektable Taktiken auf Lager, sie benutzen ihresgleichen als lebende Schutzschilde, platzieren GeschĂŒtztĂŒrme und senden Drohnen aus. Dank kritischer Trefferzonen könnt Ihr trickreich antworten, zumal sich die verschiedenen Fraktionen mit geschickter Zielwahl auch aufeinanderhetzen lassen. Bei den Eroberungs-, Rettungs- und SabotageeinsĂ€tzen steht das Bazillion-Weapon-System im Mittelpunkt: Die zahllosen sammel- und erwerbbaren Waffen entspringen dem Zufallsgenerator und verfĂŒgen ĂŒber die ausgefallensten Extras. Da spucken Sturmgewehre auch mal Springgranaten, schießen Pumpguns mit Raketen und Wegwerfkanonen schleudert Ihr statt sie nachzuladen einfach wie einen Sprengsatz auf Gegner!

Zudem verfĂŒgen viele Waffen ĂŒber Elementeffekte, die langfristig Schaden anrichten: Ihr steckt Feinde in Brand, verĂ€tzt sie mit SĂ€ure und brecht mit Elektroschocks ihre Schilde. Explosive Geschosse treffen mehrere Ziele und der Slag-Effekt schwĂ€cht sie fĂŒr Folgetreffer. Auch bei den Granaten gibt es KuriositĂ€ten, z.B. Exemplare mit Katapult-, Zielsuch- oder SingularitĂ€tseffekt – vor der Explosion werden alle nahen Feinde angesaugt. Zum brachialen Spielablauf gesellt sich rabenschwarzer Humor, der die Grenze zur Geschmacklosigkeit mehrfach streift: Unter anderem inszeniert Ihr Euren Selbstmord und zerrt einen Boss in die Puppenstube, um ihn bei einem LuftkaffeekrĂ€nzchen auf dem elektrischen Stuhl zu grillen. Vielerorts nimmt man auch die Prominenz aus Kino- und Spielewelt auf die Schippe, selbst der Knie-Spruch aus Skyrim lĂ€sst sich hier aufstöbern.

Wie der VorgĂ€nger eignet sich Teil 2 fĂŒr Solisten und Koop-Freunde: Die Macht von Feinden und gefundenen Items wird anhand von Spielerzahl und deren Charakterlevels reguliert. Jede Quest besitzt jedoch eine Level-Empfehlung, die es zu berĂŒcksichtigen gilt: Zwischen den Story-Missionen mĂŒsst Ihr daher je nach Bedarf optionale Quests einschieben. Man kann die Spielmodi sogar mischen, aus dem Soloabenteuer in die Welt eines Online-Spielers wechseln und spĂ€ter erneut allein weiterdaddeln. Wiederholt Ihr bereits absolvierte Quests, verzichtet Ihr bei Abschluss lediglich auf die ErfahrungsprĂ€mie. Das Charaktersystem hat Gearbox in Hinblick auf das Teamspiel verbessert: Ihr braucht Euch nicht mehr auf bestimmte Waffentypen zu spezialisieren, was den Streit um einzelne FundstĂŒcke in Grenzen hĂ€lt.

ErgĂ€nzend zum ĂŒberarbeiteten Skillsystem gewinnt Ihr jetzt Tokens durch Herausforderungen, fĂŒr die Ihr z.B. eine bestimmte Anzahl eines Gegnertyps erledigt oder TrickschĂŒsse landet. Mit den Tokens optimiert Ihr 14 Statuswerte wie Nachladezeit, PrĂ€zision und Nahkampfschaden. Upgrades fĂŒr Itemslots, Munitionsvorrat und AusrĂŒstungstresor kauft Ihr auf dem Schwarzmarkt, wo mit seltenen Edelsteinen bezahlt wird – das motiviert, die Welten grĂŒndlich zu durchstöbern. Zudem lassen sich die Helden besser individualisieren als im VorgĂ€nger, Ihr erspielt zahlreiche Charakterskins, alternative Köpfe bzw. Helme.

Oliver Ehrle meint: Von ’liebevoll’ kann man beim Blutbad Borderlands 2 nicht sprechen, aber MĂŒhe gegeben hat sich Gearbox sichtlich: Die derben Gags gehen treffsicher unter die GĂŒrtellinie, die KI hat einiges auf dem Kasten und dank Helis sowie Drohnen ist auch im Luftraum ordentlich was los. Nur bei den Fahrzeugen gibt es kaum Verbesserungen, weil die jetzt freispielbaren Gangjeeps lahm bewaffnet wurden. Die neuen Skills sind dagegen die reinste Freude, da sie sich deutlich wirkungsvoller und pfiffiger einsetzen lassen – man erinnere sich an das GeschĂŒtz des VorgĂ€ngers, das nur in eine Richtung ballert. Der Waffengenerator wurde um originelle Eigenschaften und Effekte erweitert, beim ersten Durchspielen sind mir jedoch keinerlei Sonderwummen wie die raren Alienwaffen in die HĂ€nde gefallen – diese Gattung scheint verloren. DafĂŒr entschĂ€digen die riesigen Obermotze sowie stimmungsvolle Wetter- und Spezialeffekte, die im VorgĂ€nger nur die Ausnahme waren.

  • Team-Shooter im Rollenspielformat
  • konkurrenzlose Vielfalt an Waffen und Charakteroptimierungen
  • mit Klimazonen und imposanter Architektur krasser, teils schockierender Humor

Explosiv, radikal und der totale Irrsinn: Dieser teamtaugliche Rollenspiel-Shooter macht Euch reif fĂŒr die KlapsmĂŒhle!

Singleplayer87
Multiplayer
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GaiusZero
16. Oktober 2012 17:04

Steht bei mir auch ganz oben auf dem Wunschzettel

Black Swordman Guts
16. Oktober 2012 16:49

Super Spiel! Ich wĂŒrde es auch gerne weiterzocken aber ich komm einfach nicht von x-com los 😀

Napalus
16. Oktober 2012 13:39

@Max SnakeDie Deluxe KammerjÀger Edition ist schon schön anzusehen. Die Beutekisteedition gefÀllt mir aber auch nicht. Vor allem die Kiste ist absolut billig verarbeitet und sieht nicht schön aus!!!;-)

Max Snake
16. Oktober 2012 13:34

Werde ich mir im nĂ€chsten Jahr zur gemĂŒte fĂŒhren, aber nicht die Special Edition Deluxe KammerjĂ€ger oder die Beutekiste. Nicht nur der Preis finde ich zu hoch, auch die Inhalt finde ich nicht sexy genug, vorallem Markus als Bobblehead finde ich nicht so cool, als das Pimpboy aus der Fallout 3 Brotkasten Special Edition, das hat mir besser gefallen.

Napalus
16. Oktober 2012 13:00

Sehr gutes Spiel, aber mir gefiel Teil eins besser. Teil 2 hatte mir zu wenig neue lustige Chars, die Charactere waren wieder schlecht balanciert und obwohl es so viele Waffen gibt dauerts im Vergleich zum ersten Teil ewig bis man mal was gescheites bekommt. DafĂŒr hat Teil 2 einen weit genialeren Soundtrack als Teil. Vor allem diese hier liebe ich heis und innig:Heute Abend gehts mit meinem Level 50 Assassine zum DLC!!!;-)

Piotr_Rhodanov
16. Oktober 2012 12:42

FĂŒr mich das beste Spiel des Jahres, und besser als der erste Teil… Denke mal das Maya mein zweites Borderlands Tattoo wird, wenn mein Bruder mal Zeit hat dafĂŒr