
| Spiel: | Borderlands: The Pre-Sequel |
| Publisher: | Take-Two |
| Developer: | 2K Australia |
| Genre: | Ego-Shooter |
| Getestet für: | 360, PS3 |
| Erhältlich für: | 360, PS3 |
| USK: | 18 |
| Erschienen in: | 11 / 2014 |
Wie drückt man einer etablierten und renommierten Spieleserie seinen Stempel auf, ohne etwas kaputt zu machen? In diesem Dilemma befanden sich letztes Jahr Warner Bros. Games Studios mit Batman: Arkham Origins, nun trifft es 2K Australia mit Borderlands: The Pre-Sequel. Was haben die Entwickler mit dem Erbe von Gearbox angestellt?
Wie der Name vermuten lässt, spielt der Koop-Ego-Shooter zwischen Borderlands 1 & 2. Zur Auswahl stehen die bekannten Charaktere Claptrap, Athena, Wilhelm und Nisha, die selbstverständlich mit individuellen Talentbäumen bedacht wurden, welche erstmals in der Serie teilweise auch Teammitglieder beeinflussen. Solo, zu zweit im Splitscreen oder zu viert online bereist Ihr den Mond Elpis sowie die Helios-Raumstation und erlebt, wie sich Handsome Jack vom Angestellten zum Oberfiesling wandelt. Mit seiner gleichförmigen, kargen Umgebung erinnert Elpis eher an das Borderlands-Original als an den abwechslungsreichen Teil 2.
Einige Details unterscheiden The Pre-Sequel dann doch von den großen Brüdern: Die geringe Anziehungskraft des Mondes erlaubt hohe und gemächliche Sprünge, die Ihr per Doppelhüpfer sogar verlängern könnt. Tauchen Gegner unter Euch auf, lasst Ihr Euch zu Boden plumpsen und verursacht eine Druckwelle. Daraus ergeben sich neue Taktiken, die von neuartigen Waffentypen unterstützt werden: Laser-Knarren verursachen mit Strahlen oder Feuerstößen viel Schaden, Cryo-Wummen frieren Feinde ein und machen sie so anfällig für Stampfattacken. Immer im Blick behalten solltet Ihr Eure Sauerstoffanzeige: Seid Ihr draußen unterwegs, schrumpft der Vorrat stetig (es sei denn, Ihr spielt mit Claptrap Roboter atmen bekanntlich nicht). Das wird aber selten zum Problem: Neben aktivierbaren Luftblasen und Sauerstoff von getöteten Feinden gibt es überall Stellen im Boden, aus denen das lebenswichtige Gas strömt.
Die Freude über den Comic-Stil trüben spät ladende Texturen. Gelungener als die Grafik ist der Ton: Die Sprecher sind erstklassig, zudem lässt erstmals Euer eigener Charakter Kommentare los. Besonders lustig: Claptrap.
Tobias Kujawa meint: Ein Spiel für alle, die von Destiny enttäuscht sind. Mit massig Beute, Gags, einer interessanten Geschichte und tollen Charakteren macht das Pre-Sequel Laune, obwohl sich die Innovationen in Grenzen halten. Meckern kann ich nur über die offene Welt, die mit zu weit auseinander liegenden Schnellreisepunkten und verwinkeltem, aber eintönigem Design nervt. Dank der neuen Waffen und der witzigen Sprüche vergesse ich meinen Ärger schnell und nutze im Gefecht die ultrahohen Sprünge und die Arschbombe auf unter mir stehende Feinde. Auf den Stingray, einen Ein-Mann-Gleiter, kann ich verzichten, die Fahrzeugsteuerung der Serie war mir schon immer ein Graus. Insgesamt ein tolles Spiel, das ich gern auf PS4 und Xbox One sehen würde.
Sascha Göddenhoff meint: Wochenlang spiele ich Destiny, dann kommt Borderlands: The Pre-Sequel und erinnert mich daran, wie das mit dem Loot eigentlich funktioniert: Nach wenigen Metern habe ich mehr Zeug abgesahnt als beim Bungie-Shooter in 30 Stunden! Das spornt mich ebenso an wie die vielen Missionen, die mir von bekloppten Figuren aufgedrückt werden und in denen ich noch beklopptere Sachen (und Gegner) erledigen muss. Warum also kein Super-Gesicht? Weil die Steuerung träger ist als in Borderlands 2 und der Schauplatz Elpis etwas eintönig wirkt.
- über 20 Stunden Kampagne
- Mond-Schauplatz bringt höhere Sprungfähigkeit und Suche nach Sauerstoff
- neue Laser- und Cryo-Wummen
- wandelt 3 alte Waffen in eine bessere um
Mit ein paar Änderungen sorgt 2K Australia für ein wenig frischen Wind im Borderlands-Universum. Die Beute-Jagd motiviert sofort wieder.
| Singleplayer | ![]() | 86 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |











Seit ich Destiny zocke wird mir wieder bewusst, wie genial Borderlands doch ist. Auch wenns sies mit dem Loot etwas übertreiben.
Oh! So viel? Wurde doch sonnst immer “”etwas”” schlechter bewertet. Also ich finds auch cool. Gut bewertet Leute!