Armikrog – im Test (PS4)

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Es lässt aufhorchen, wenn die ehemaligen Entwickler von Earthworm Jim ein Projekt mit ähnlichem Stil stemmen. Der Kickstarter-Erfolg ”Armikrog erschien 2015 auf PC und kommt nun auf Konsole. In Sachen Grafik baut man nicht nur auf das große Vorbild, sondern auch auf den geistigen Vorgänger The Neverhood von 1996 – denn auch dieses Adventure ist komplett mit Knetmasse designt. Bruchpilot Tommynaut landet auf einem bizarren Planeten voller eigentümlicher Rätsel. Zur Seite steht ihm jederzeit sein plappernder Hund Beak-Beak, der zwar farbenblind ist, aber unsichtbare Hinweise an Wänden erkennen kann. Je nach den Gegebenheiten wechselt Ihr jederzeit zwischen den Partnern, um z.B. enge Gänge zu betreten oder Hebel zu erreichen. Denn bei Armikrog erwartet Euch Adventure-Standardkost mit typischen Schalterrätseln sowie Suchaufgaben. So fahndet Ihr nach Symbolen, um korrekte Kombinationen an Maschinen einzugeben. Mal bewegt Ihr einen übergroßen Hamsterkäfig, mal fahrt Ihr mit einem Gleiter an wirr angelegten Schienen entlang. Ebenso schiebt und zieht Ihr Objekte, um teils umständlich den weiteren Weg zu öffnen. Die karge Story wird von liebevoll animierten Knet-Animationen (keine Computergrafik!) und guter englischer Sprachausgabe vorangetrieben. Den Mauszeiger steuert Ihr per Analogstick oder mittels Touchpad an der PS4. Ein Inventar gibt es nicht: Alles, was der Held aufsammelt, steckt er in seinen Knetkörper und holt es bei Bedarf wieder hervor – egal ob Findelkind oder Schalterhebel.

Thomas Stuchlik meint: Trotz seines optisch interessanten Ansatzes kann ich mich mit dem Stil des Spiels nicht ganz anfreunden. Zwar erinnern die Knetfiguren stark an ”Wallace &amp Gromit”, doch fehlt ihnen jeglicher Charme. Dasselbe gilt für die leblose Spielwelt und die recht einfallslosen Rätsel, die teils auch noch ausarten. Mit ein wenig Herumprobieren und kurzer Sucharbeit kommt Ihr mühelos durchs Abenteuer, was Einsteiger natürlich freut. Doch angesichts der knappen Spielzeit überwiegt die Enttäuschung. So ist Armikrog höchstens für Adventure-Sammler geeignet, die immerhin noch passabel unterhalten werden.

Klassisches Adventure mit genre­typischen Puzzles und nett gemachtem Knet-Stil. Leider zu kurz und zu simpel.

Singleplayer58
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Grafik
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