Aaru’s Awakening – im Test (PS4)

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Um was es bei der Geschichte von Aaru’s Awakening eigentlich geht, kann ich Euch nicht sagen. Die Zwischensequenzen mit ihrer Mischung aus Standbildern und einschläfernder Kleinmädchenstimme habe ich schnell entnervt übersprungen. Schließlich wusste ich, was mich danach erwartet: weitere Levels mit Stacheln, Wasser, Elektrofallen, giftigen Sümpfen, sprunghaften Feinden und zerbrökelnden Plattformen, die mir den Frust bis in die Haarspitzen treiben. Der Tod gehört in diesem Jump’n’Run dazu. Ihr steuert Aaru mit beiden Analogsticks und den Schultertasten, um zu springen, zu dashen und eine Kugel abzuschießen, an deren Position Ihr Euch teleportiert. Klingt simpel, aber die linearen Levels machen Euch mit den oben beschriebenen Fallen das Leben schwer, zudem sind viele Bereiche nicht einsehbar und verlangen beim ersten Betreten Todesmut – der dann auch immer zum Tod führt. Die Checkpoint-Verteilung schwankt zwischen fair und viel zu weit. Wenn Ihr zum x-ten Mal eine Sprungpassage meistern und dann Eure Teleport-Kugel durch einen winzigen Spalt schießen müsst, um auf der anderen Seite festzustellen, dass Euch eine Wand, die Ihr im Hintergrund wähntet, vor dem rettenden Ziel im Weg steht, kann schon mal das Pad durch die Gegend fliegen.

Kämpft Ihr Euch trotzdem adrenalingeladen durch die Welten mit ihren anspruchsvollen Bossfights, vergleicht Ihr Eure Bestzeiten anschließend online mit der Weltspitze und wundert Euch, wie manche Menschen nur Sekunden für Hindernisse brauchen können, an denen Ihr Euch minutenlang die Zähne ausbeißt. Dabei verhöhnt Euch der Soundtrack mit ruhig dahinplätschernden Klängen, die eher zum Spaziergang-Simulator Proteus als zu einem knackig-frustrierenden Jump’n’Run passen. Die flüssige Optik ist dagegen mit fremdartigen Lebewesen, fein gezeichneten Linien und tollen Farben eine Augenweide.

Tobias Kujawa meint: Ich möchte Aaru’s Awakening mögen, aber es gelingt mir nicht. Die Grafik mit ihren feinen Bleistift-Strichen und ihrer großen Farbpalette gefällt mir ausgezeichnet und Aaru selbst hätte ich gerne in Plüsch-Form. Aber trotz des übersichtlichen Bewegungsrepertoires fühle ich mich in den Levels nie wirklich wohl. Oft muss ich ins Ungewisse springen, manchmal lässt sich der Hintergrund nicht von Hindernissen unterscheiden und die Zielsteuerung für den Teleport ist nicht präzise genug.

Toll aussehendes, aber frustrierendes Jump‘n‘Run mit vielen Kanten.

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