Trüberbook – im Test (PS4)

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Das kommt heraus, wenn ein deutsches Team ein Spiel entwickelt, welches Deutschland in den 1960ern zeigen will: ein lahmer Ort im Mittel­gebirge, vielleicht der Harz, mit dem Namen Trüberbrook, in dem der einzige Laden mit Schau­fenster ein Wurstsortiment zeigt und wo die Leute Gretchen oder Trude heißen. Ihr platzt in diese Szenerie als amerikanischer Physiker Hans Tannhauser. Der hat, obwohl er nicht an einem Gewinnspiel teilnahm, eine Reise ins malerische Trüberbrook gewonnen – ohne misstrauisch zu werden. Selbst schuld! Zunächst erscheint alles beschaulich, doch bald ­geschehen merkwürdige Dinge. Während Ihr die wunderschönen, von Hand gebastelten Umgebungen erkundet, trefft Ihr auf die etwas nervige, hyperaktive Anthropologin Gretchen.

Um die quatschige, etwas holprige und mit übernatürlichen ­Einlagen gespickte Geschichte voranzutreiben müsst Ihr in simpler Point’n’Click-Manier typische ­Adventure-Mechaniken bedienen. Per Knopfdruck zeigt Ihr interaktive Objekte an, die Ihr untersuchen, benutzen oder einstecken könnt; oder Ihr redet mit den seltsamen Spielcharakteren, die teils von TV-Prominenz (u.a. Nora Tschirner, Jan Böhmermann) vertont wurden. Euer Inventar könnt Ihr Euch zwar anzeigen lassen, dort jedoch ­keine Objekte auswählen, benutzen oder kombinieren. Damit fällt das genretypische ­Herumraten, wofür man denn diesen Massagestab gebrauchen könnte, flach. Stattdessen wird Euch bei der Interaktion bereits der richtige Itemeinsatz angezeigt, zum Beispiel das Durchqueren eines Sumpfs mit Gummi­stiefeln und Tonnendeckeln an den Füßen. Die einzige Schwierigkeit des Spiels besteht somit darin, die richtigen Orte beziehungsweise Personen zu finden, bei denen es weitergeht – und mit der etwas hakeligen Steuerung zurechtzukommen.

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ChrisKong
24. Mai 2019 18:13

Vielleicht liegts am Trüberlook den die Entwickler hatten.

Rudi Ratlos
24. Mai 2019 11:39

Eine Option, sich alle Objekte im Bildschirm anzeigen zu lassen, mit denen man interagieren kann, gab es schon bei “Simon the Sorcerer II” – keine Ahnung, warum das so selten genutzt wird und die Macher lieber den Spieler millimetergenau den Bildschirm abgrasen lassen :/

ChrisKong
24. Mai 2019 11:01

Ja, eine Lösung, bei der man punktuell Unterstützung anfordern kann ist prinzipiell die beste Lösung. Etwas Anspruch sollte so ein Spiel schon haben, aber man kanns dann auch schnell übertreiben.

24. Mai 2019 8:36

“Was soll denn an Böhmermann schlecht sein?”
Alles … und nichts – kommt drauf an, wen man fragt. Geschmackssache eben.

Was die Logic und das “Fummeln” in Adventuregames angeht, so bin ich mittlerweile auch eher faul, während ich früher auf dem Amiga, begleitet von zig Diskettenwechseln, alles ausprobiert und quasi Zeile für Zeile abgesucht habe mit dem Cursor.
Auf Monkey 3 hab ich jetzt aber wieder richtig Bock … danke Ameisenmann! :/ 😉

23. Mai 2019 22:57

Ich fand das zBs beim letzten Baphoments Fluch ganz gut gelöst.
Da konnte man sich auf Knopfdruck vom Spiel immer mehr Hinweise geben lassen, so das nie Frust aufkam.

ameisenmann
23. Mai 2019 22:20

Ich kann schon nachvollziehen, dass sie dieses Rumraten und alles mit allem benutzen den Spielern ersparen wollen.
Habe mir letztens günstig Monkey Island 3 bei Gog geholt und bin schon im ersten Kapitel früh hängen geblieben, weil ich einen Gegenstand nicht genau genug untersucht und daher ein wichtiges Item nicht bekommen habe. An anderer Stelle dann auch eine Nadel nicht gesehen, die iwo rumlag. Das ist mega frustrierend, wenn man zig Dinge rumprobiert und am Ende hat man einfach eine Kleinigkeit übersehen und versucht dann verzweifelt alles Mögliche.
Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß, aber so wie bei Trüberbrook beschrieben klingt das Gameplay wiederum lahm und banal. Besser fände ich da eine “Hint”-Option, die man jederzeit klicken kann und dann bekommt man den entscheidenden Hinweis.

D00M82
23. Mai 2019 18:32

Was soll denn an Böhmermann schlecht sein?

Walldorf
23. Mai 2019 16:21

Böhmermann ist super, das Spiel leider nicht. Hoffentlich wird Harold Halibut besser. Dieses ebenfalls in Köln entstehende Adventure diente dem Produktionsstudio des Neo Magazine Royales als “Inspirationsquelle”.

ShadowXX
23. Mai 2019 10:26

Was erwartet Ihr von einem Spiel wo ein Böhmermann beteiligt war…..das kann nur murks werden.

Saldek
22. Mai 2019 20:20

Ich habe mich sehr darauf gefreut und es am Erscheinungstag gekauft. Die Grafik ist natürlich fantastisch. Leider ist die Spielmechanik eine riesige Enttäuschung. Bei den meisten Gegenständen im Inventar weiß ich gar nicht was es ist. Man klickt dann blind auf Objekte und… naja eigentlich nichts und. Man klickt nur blind auf Objekte.

Ich habe es derzeit pausiert, möchte es wegen der schicken Grafik aber schon noch beenden. Dennoch verschenktes Potenzial ohne Ende. Wenn ich da an Perlen wie Timbleweed Park denke. Man hätte bei Trüberbrook einfach nur eine 30 Jahre alte Spielmechanik nutzen müssen. Echt unverständlich.

amigafreak
22. Mai 2019 18:28

Also ich finde 69% deutlich zu wenig. Ist ein sehr schönes Spiel mit einem super Setting. Klar, es ist nicht so wahnsinnig anspruchsvoll und auch nicht übermäßig lang, aber gerade das hat mir gefallen. Ich fands witzig – und bei mir hat es definitiv einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

AkiraTheMessiah
22. Mai 2019 15:57

Setting echt Klasse. Schade, das dass Spiel selbst nicht mithalten kann. Beim nächsten großen steam sale wird dann aber trotzdem zugeschlagen.

DerPanda
22. Mai 2019 15:53

Mal sehen wenn es mal im Sale ist und ich Bock darauf habe.

Max Snake
22. Mai 2019 14:08

Hätte ich eher mehr erwartet.

22. Mai 2019 14:02

Werde ich mir sicherlich noch irgendwann zulegen, da ich das Setting ganz gut finde.
Momentan haben aber noch andere Spiele Priorität.