
Dieser Artikel stammt aus der M! 335 (August 2021).
DEUTSCHLAND • Allzu viele Jahrzehnte haben die digitalen Spiele noch nicht auf dem Buckel und so mancher Leser dieser Zeilen kann von sich behaupten, von Anfang an mit dabei gewesen zu sein. Gleichzeitig aber haben sich die Spiele im Verlauf der Jahre extrem gewandelt, sodass das Thema Nostalgie bei vielen eine große Rolle einnimmt. Mit eben dieser Nostalgie beschäftigt sich Autor Michael Steber in seinem Erstlingswerk. Was ist Nostalgie, wie funktioniert sie, wie erleben wir sie? Und gerade in dieser Frage nimmt die verspielte Jugend des Autoren eine große Rolle ein – als eingefleischtes Nintendo-Kind war das SNES damals ein fester, aber bei Weitem nicht der einzige Bestandteil von Stebers Jugend in den frühen 1990ern.
Wer ebenfalls in dieser Zeit aufwuchs, der wird hier vieles wiedererkennen und ein ums andere Mal wissend nicken. Aber auch Leser ohne diesen Hintergrund werden viel mitnehmen. Gerade deswegen ist ”Vielleicht damals” weit mehr als eine einfach nur heruntergeschriebene Erinnerung, weit mehr als ein simples ”Kennst du das auch noch?”, mit dem sich andere Werke oftmals eher billig aus der Affäre ziehen. ”Vielleicht damals” ist mal analytisch, mal melancholisch und damit eine empfohlene Lektüre. Das Werk ist im einschlägigen Buchhandel für etwa 13 Euro erhältlich, mehr Informationen findet Ihr auch bei vielleichtdamalsbuch.de.
Vielleicht damals • BoD – Books on Demand • 272 Seiten • 12,99 Euro








