Microsoft – baut 1.900 Stellen bei Xbox, Blizzard & Co. ab

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Nachdem schon vor Jahreswechsel zahlreiche Entlassungen bei diversen Firmen in der Computer- und Videospielbranche statt fanden und sich Tempo und Menge im Januar unter anderem dank Unity-Schrumpfung noch zu beschleunigen scheint, ist nun auch einer der “großen Drei” mit dabei: Wie heute via The Verge bekannt wurde, streicht Microsoft in der Gaming-Sparte 1.900 Stellen, wozu neben allerlei Xbox-Abteilungen natürlich auch ZeniMax/Bethesda und seit kurzem Activision und Blizzard gehören.

Natürlich finden die Chefs auch hier dazu wie immer bedauernde Worte und dass dadurch künftig wieder alles besser wird, was den plötzlich auf der Straße sitzenden Ex-Mitarbeitern aber natürlich erst recht nichts mehr bringt.

Prominentestes bisher bekannter Abgang ist der der bisherige Blizzard-Chef Mike Ybarra, der aber offenkundig freiwillig den Schreibtisch geräumt hat.

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Walldorf
28. Januar 2024 10:04

Natürlich ist das gang und gäbe, sonst würde Microsoft nicht darüber nachdenken. Aber es geht halt extrem viel Knowhow verloren, wenn sich Projekte verzögern und die Verträge nicht verlängert werden können.

Aktuell arbeiten Infinity Ward, Treyarch und Sledgehammer Games als Hauptstudios an Call of Duty. Ich hätte nichts dagegen, wenn es ein Call of Duty Infinite gibt, das zehn Jahre laufen soll und diese drei Studios in Zukunft wieder Spiele machen können, die kein Call of Duty sind. Selbiges gilt für Raven Software, die aktuell nur ein Support-Studio sind.

captain carot
28. Januar 2024 0:19

Contractor Work ist Gang und Gäbe, da stellt sich viel mehr die Frage nach dem Umfang. Bei Infinite war zu viel zu verteilt. Aber gerade bei US Titeln muss man sich heutzutage nur irgendeinen Random Abspann ansehen um festzustellen wie viel heutzutage outsourced wird.

Aktuell kümmern sich wie viele Hauptstudios um neue CoD Teile? Drei?

Walldorf
27. Januar 2024 10:02

Trotzdem bitter nach den 18 Monaten Crunch. Gibt Gerüchte, dass Microsoft bei Call of Duty genau wie bei Halo Infinite vor allem mit Freelancern zusammen arbeiten möchte. Vielleicht auch deswegen die Entlassungen.

https://twitter.com/TheGhostOfHope/status/1750604685633814800
https://twitter.com/charlieINTEL/status/1750927694542385536

captain carot
26. Januar 2024 23:54

Zumindest bei Sledgehammer Games könnten das sogar Entlassungen nach Plan gewesen sein. Denn das Studio ist gerade mit seinem letzten Projekt fertig. Da ist sowas leider nicht ungewöhnlich in der Branche.
Dass nach dem Zusammenschluss Redundanzen abgebaut werden war vorhersehbar, man wird eben zukünftig Dinge wie Customer Support, Quality Assurance und vieles mehr zusammenfassen können.

Und zum Thema KI, ja, das wird im White Collar Bereich zukünftig noch Jobs kosten. Aber in vielen Punkten ist der Kram auch noch nicht so weit, wie gelegentlich behauptet wird. Midjourney und Co kriegen es zum Beispiel nicht mal hin, wirklich kohärente Artworls zu erstellen, die mehrfach den gleichen Mech oder die gleiche Szene aus unterschiedlichen Perspektiven zeigen. Gerade Midjourney erkennt man aktuell auch ziemlich gut am Stil. Wozu auch sehr klischeehafte Figuren gehören.

Denke mal, in Bereichen wie Controlling wird KI zukünftig sehr viel mehr Arbeitsplätze fressen. Man sollte aber auch bedenken, dass vieles ohne Deep Learning und generative Techniken nicht oder nur mit sehr viel mehr Personal möglich wäre. Licht und Schatten liegen da oft eng beieinander.

Walldorf
26. Januar 2024 21:15

“Following on from yesterday’s story on Sledgehammer Games – Sources have told me that 30% of Sledgehammer Games staff have lost their jobs.”

https://twitter.com/_Tom_Henderson_/status/1750648438524371370

“Around 40% of staff (35 people) were also let go from Toys for Bob.”

https://twitter.com/_Tom_Henderson_/status/1750888118377451871

Walldorf
26. Januar 2024 15:18

Embracer ist auch nicht viel besser. Schmeißen die Hälfte der Belegschaft bei Black Forest Games raus, die gerade an Teenage Mutant Ninja Turtles: The Last Ronin sitzen. Böse gesagt: rauskloppen, ein paar Euro mitnehmen und dann Studio endgültig dicht machen und der durchschnittliche Spieler kommentiert das dann mit “Spiel waR eh kacke haha selbst Schuld”. Ohne Witz, der Laden macht mich nur noch sauer.

ghostdog83
26. Januar 2024 14:10

Xbox-Abteilungen für physische Spiele sollen im Rahmen von Microsoft-Entlassungen geschlossen werden
https://www.trueachievements.com/news/xbox-physical-games-departments-microsoft-layoffs

Max Snake
26. Januar 2024 12:22

@Rudi Anderseits sollte die Projekte polierte sein, statt wir Kunden wieder ärgern, wie Unfertige es ist.

Rudi Ratlos
26. Januar 2024 12:08

Das Leute gegangen werden, wenn Projekte abgeschlossen sind, kann ich ja nachvollziehen und das ist in der Branche ja üblich. Aber bei MS kommt halt momentan leider einfach gar nix nach und man möchte meinen, dass die Leute doch eigentlich gebraucht werden, um endlich mal ein paar Spiele abzuliefern?!

Endgegner
26. Januar 2024 10:42

Schade um die Jobs und Menschen, ehrlich! Aber können in Funktion sicher massiv reduziert werden.

[nochmal der Hinweis, gehässige Spitzen in eine gewisse Richtung tunlichst zu unterlassen – us]

Walldorf
26. Januar 2024 10:21

Angeblich soll es die internen Customer Support Teams bei Activision und Community Manager erwischt haben.
https://twitter.com/JezCorden/status/1750596402093216146

26. Januar 2024 10:02

:
Von applaudieren hat niemand was gesagt, einfach nur neutral berichten!
Die eigene Meinung kann gerne als Kolumne, aber separt kommen, dann mit Betrachtung der Gesamtsituation, weil es eben nicht MS allein ist, die Leute raussetzen*. Oder noch besser als kritischer aber objektiver Artikel, der sowohl das Für als auch das Wider beleuchtet und die Situation der Branche beleuchtet, die vielleicht in den Corona-Jahren zu schnell und damit ungesund gewachsen** ist?

*dass heißt auch nicht, dass ich das feier oder begrüße, nur sollte man mal den Beißreflex ablegen, wenn keine weiteren Details dazu bekannt sind. Der Captain nennt da ja schon ein paar Gründe.
**klare Fehlentscheidungen auf Managementebene, keine Frage

, laut dem Artikel 22.000 insgesamt, also knapp 8% sind betroffen.

Endgegner
26. Januar 2024 9:55

Wie hieß es früher: “Hättest du mal was gescheites gelernt!” Das Fortschreiten der KI wird insb. in der Programmierbranche hart rasieren.

[Ragebait-Schlagwörter bitte einfach lassen, okay – us]

Die Japaner sind übrigens komplett anders und Vergleiche ziehen absolut nicht möglich. Die Firma ist da mehr eine Kommune. Arbeite selbst für welche. Mitschleifen und Fensterplätze für unfähiges Personal leider Standard.

Bort1978
26. Januar 2024 9:22

Wie viele Mitarbeiter hat denn MS insgesamt in der Gaming-Sparte? 1.900 klingt schon recht viel.

captain carot
26. Januar 2024 8:38

Twitter läuft wunderbar ist auf vielen Ebenen der Witz des Jahres. Aber egal.

Klar, ein bisschen ist schon die Frage, wo gehen Leute? Verwaltung und Management, weil es da infolge der Übernahme Redundanzen abzubauen gibt? Oder doch (wieder mal) bei eigentlichen Softwareentwicklern? Gerade letzteres wäre wieder mal nicht gut. Aber da schlägt wohl auch ganz allgemein amerikanische Hire & Fire Mentalität durch.

Gannicus jr
26. Januar 2024 0:18

😂😂

Gannicus jr
25. Januar 2024 22:25

Die werden keinen Microsoft Miyamoto, Aonuma, Druckmann rausschmeißen sondern ihre meist überbesetztester Studios ein wenig aufräumen. Ich habe bis letztes Jahr für ein US Konzern gearbeitet und lasst mich euch sagen das viele mehr Zeit mit Kantine und im surfen im Netz verbringen als ihre 40-50 Stunden anständig arbeiten und es Positionen(Gutmenschen) gibt die keine Firma weiterbringen.
Twitter wurde z.B auf 30% Mitarbeiter gesenkt und läuft wunderbar trotz Probleme mit Werbung.
Microsoft macht nichts Falsch, sind ja Schließlich kein Wohlfahrt Unternehmen

KVmilbe
25. Januar 2024 21:15

: Japaner haben hier tatsächlich eine vollständig andere Philosophie, wie bspw. mit Krisen umgegangen wird. Toyota ist hier in vielen Belangen ein Paradebeispiel und dessen Kultur (lean Management) beeinflusst viele Unternehmen global dahingehend, wie mit Mitarbeitern als wertvollste Ressource umgegangen werden sollte. Wo hier die Ursachen liegen und warum sich dies in den kündigen Niederschläge vermag ich nicht zu beurteilen gerade. Habe mich mit activision/blizzard nicht wirklich auseinandergesetzt gerade

25. Januar 2024 20:19

Oh, eine “böser Konzern schmeißt arme Angestellte raus”-News und dann noch ohne irgendwelchen konkreten Hintergrundinfos, z.B. aus welchen Abteilungen denn Stellen gestrichen wurden, dafür aber mit moralisch erhobenen Zeigefinger. Die im Artikel angesprochenen Stellenabbauten, bei anderen Branchenriesen werden auch irgendwie nicht erwähnt oder als Nes hier zusammengefasst. Komisch …
“The layoffs come the same month Riot Games, Google, Discord, Twitch, Unity eBay, and other annonced cuts.”

Walldorf
25. Januar 2024 19:36

Mike Ybarra war der einzig fähige Mann in der Führungsriege von Blizzard. Man hat 70 Milliarden Euro für Activision Blizzard übrig, aber nicht das Geld um neue Mitarbeiter einzustellen und den Software-Output zu erhöhen in der Zukunft? Stattdessen baut man knapp 2.000 Stellen ab, was den Crunch nur weiter erhöhen dürfte in den aktuellen Projekten.

Satoru Iwata, Ex-Chef von Nintendo, hat mal gesagt:

“If we reduce the number of employees for better short-term financial results, employee morale will decrease,” he said. “I sincerely doubt employees who fear that they may be laid off will be able to develop software titles that could impress people around the world.”

Max Snake
25. Januar 2024 18:54

Wünsche ich für die ehemaligen Arbeitern alles gute.