Crash: Herrscher der Mutanten – im Klassik-Test (360 / Wii)

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Bei der Fusion von Vivendi und Activision gab es viele Opfer auf Seiten des französischen Partners, dessen Portfolio krĂ€ftig ausgedĂŒnnt wurde. Dem Kahlschlag fielen prominente MediengrĂ¶ĂŸen wie die Ghostbusters oder Rapper 50 Cent zum Opfer. Als einer der wenigen blieb dagegen die Beutelratte Crash Bandicoot ĂŒbrig – was so manchen Zocker verwundern mag, denn der Ruhm frĂŒherer ­PSone-Glanzzeiten ist schon eine Weile verblasst.

Daran wird Crash: Herrscher der Mutanten nichts Ă€ndern: Die obligatorische Standard-Handlung (der fiese Neo Cortex will mit skurrilen Methoden die Heimat des Bandicoot-Klans ĂŒbernehmen) ist ohnehin Nebensache, ansonsten greift das ’Leih Dir ein Monster’-Grundkonzept des VorgĂ€ngers. Wieder wuselt Ihr durch die Gegend und trefft regelmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸere Viecher, die Ihr ĂŒbernehmen könnt. Habt Ihr die Kolosse ausgeknockt, bekommt Ihr sie per Knopfdruck unter Kontrolle und setzt ihre SpezialfĂ€higkeiten zur RĂ€tsel­lösung und fĂŒr bessere Attacken ein. Das reicht von wuchtigen SchlĂ€gen ĂŒber telekinetische KrĂ€fte bis hin zur Kugelfunktion, mit der Ihr ĂŒber gewundene Bahnen rollt. Die entscheidende Neuerung diesmal: Crash kann ein Exemplar in der Hosentasche verstauen und bei Bedarf wieder aktivieren. Darauf fußen prompt einige, meist nicht sonderlich tiefgrĂŒndige RĂ€tsel. Außerdem latscht Ihr nicht mehr durch einzelne lineare Levels, sondern erkundet eine (fast) offene Welt.

Das sorgt fĂŒr etwas mehr Freiheiten, ist aber der Knackpunkt: Die Entwickler hatten die glorreiche Idee, Euch fĂŒr die AuftrĂ€ge stĂ€ndig hin und her zu schicken. Darum bringt Ihr einige Abschnitte immer und immer wieder hinter Euch, was schnell monoton wird. Außerdem dĂŒrft Ihr die Kameraansicht nicht selbst drehen.

Steigt ein zweiter Spieler ins Abenteuer ein, merkt der das erst recht: Egal, ob als Maske Uka-Uka oder erstmals Schwesterchen Coco – der Perspektivenautomatik ist das schnuppe. Wer nicht in der NĂ€he von Crash bleibt, hat kaum Übersicht.

WĂ€hrend die Heimkonsolen­versionen technisch und spielerisch nahe am VorgĂ€nger bleiben, geht die DS-Umsetzung einen Schritt zurĂŒck: Titans erinnerte an die gute alte PSone-Zeit, Herrscher der Mutanten orientiert sich in Richtung 16-Bit und schickt Euch durch ­altbackene SeitwĂ€rts-Levels.

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JACK POINT
23. MĂ€rz 2025 1:47

Schade, dass Sony Crash damals so fallen hat lassen. Activision hatte doch keine Ahnung, was sie mit der Reihe anfangen sollen. Da haben sie ja Spyro noch besser behandelt. Auch die Neuauflagen von Crash und Spyro von vor gut fĂŒnf Jahren zeigten, dass sie den Charme der Originale nur bedingt einfangen können, was sich schon an der Darstellung der Charaktere zeigt, die bei Naughty Dog und Insomniac einfach einen Tick mehr Charme hatten.

Gerade in der Zeit dieses Herrscher der Mutanten hat man Crash optisch so seltsam verfremdet, dass mich allein das schon abgeschreckt hat.