Antwort auf: Retrostunde

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#1806359
captain carotcaptain carot
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Ich denke wenn man sich die ganze Phase anguckt dann kommen damals eine Reihe von Punkten zusammen. Es gab erstmal gar nicht so viele reine Importhändler. Eher die üblichen Adressen, die in nahezu jedem Magazin inserierten. Ich denke jedem ü40 Spieler sagen Theo Kranz Versand und Wolfsoft sofort was. Aber wenn ich mal PDFs von allen Heften durchblättere tauchen auch genug andere Namen auf die irgendwo in der mentalen Abstellkammer liegen.

Was die Zeit angeht, da kommt halt vieles zusammen. Ob das nun die verspäteten Euro Releases von Konsolen und sehr oft auch Spielen sind, die vielen Titel, die nicht zu uns kamen oder Spiele, die es uncut nur auswärts gab.

Mein Cousin hat genau einen (Euro) Import gehabt, Turok 2. Bei einem Freund war der einzige Import Resident Evil 2 (US Fassung), das ich deswegen sogar Monate vor dem Euro Release durch hatte. Und es gab natürlich mehr als genug, was den Weg nie offiziell zu uns fand bzw erst sehr, sehr viel später. Final Fantasy 6 oder Chrono Trigger zum Beispiel. Im Endeffekt zieht sich das sogar noch bis Ende PS2 Ära, nur macht sich da immer mehr der Onlinehandel bemerkbar.

Heute auch nicht mehr wirklich vorstellbar, zu PS1Zeiten bin ich durchaus mal nach Mönchengladbach oder Aachen gefahren, also die beiden nächstgrößeren Städte, weil es da mehr Auswahl und auch mal bessere Preise gab. Spiele vor Ort kaufen hieß Karstadt, Extra, Allkauf und manchmal sogar Vedes Jansen, aka teurer Familienbetrieb. Und da war ich noch gut dabei gegenüber Leuten die so richtig auf dem platten Land wohnten. Es gab aber nun mal lange nicht alles vor Ort.

P.S.: die Anleitung sieht so aus als ob sich damals irgendwer richtig Arbeit gemacht hat. Das kann eigentlich nur lohnen wenn man bei entsprechenden Titeln eine Reihe Kopien verkauft.