Skate 3 – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft – doch was, wenn die Konkurrenz übel patzt (Tony Hawk: Ride) oder noch auf sich warten lässt (Shaun White Skateboarding)? Dann besinnt man sich auf den aktuellen Trend – Koop. Das große Ziel in skate. 3 besteht nicht mehr darin, Coverstar eines Magazins zu sein, vielmehr gründet Ihr zusammen mit Kumpel Reda eine Skateboard-Firma. Um diese in den Medien populär zu machen, shreddet Ihr zahlreiche Plätze in der neuen Schönwetterstadt Port Coverton und erregt Aufmerksamkeit. Nach und nach sammelt Ihr bis zu vier KI-Kollegen, die für Eure Firma fahren wollen. In bestimmten Foto- und Filmchallenges steuert Ihr diese selbst, ansonsten komplettieren sie Euer Team. Alle Herausforderungen in der Karriere lassen sich mindestens zu zweit online spielen (ein Splitscreen-Modus existiert nicht), in den großen Wettbewerben konkurrieren sechs menschliche Skater in zwei Teams. Den Siegern winken ’Boardverkäufe’, die den Ruf Eurer Marke erhöhen und neue Aufgaben freischalten. Wer grundsätzlich offline spielt, benötigt zur magischen Marke von einer Million verkaufter Bretter erheblich länger, denn skate. 3 belohnt Online-Jünger mit zusätzlicher Erfahrung bzw. Abverkäufen.

An Abwechslung mangelt es nicht: 13 Aufgabentypen wie die gängigen Film- und Fotoshoots, halsbrecherische ’Hall of Meat’-Wettbewerbe oder das launige ’Erobere das Grundstück’, bei dem Ihr zehn Teilaufgaben hintereinander absolviert, wählt Ihr frei an. Das geschieht entweder über ein praktisches Menü oder Ihr fahrt die große, aber auch detail­arme Stadt nach Auftraggebern ab. Im Vergleich zu den Vorgängern ist der dritte Serienteil (die mäßigen Wii- und DS-Ableger außen vorgelassen) weitaus zugänglicher. Wählt erstmals aus drei Schwierigkeits­stufen, die sich auf die Flughöhe und die Landung auswirken, sowie zwei Kamerawinkeln. skate-typisch hängt die Kamera Eurem Fahrer in den Kniekehlen, so dass Ihr optimalen Blick auf die Fußstellung der komplizierten Tricks habt. Alternativ schaltet Ihr auf die Verfolgerperspektive, die wie Tony Hawk mit zentriertem Blick viel Übersicht bietet. Weil der dritte Serienteil so gut wie keine Story besitzt, seid Ihr in der Reihenfolge der Aufgaben völlig frei. Auch wenn der rote Faden bzw. eine Bindung an die eigentlich frisch gegründete Firma fehlt, schält sich aus diesem Umstand eine positive Erkenntnis heraus: Der Frustfaktor ist erheblich zurückgeschraubt. Wenn Ihr etwa an einer bestimmten Aufgabe ständig scheitert, dann lasst die­se aus.

Besonderen Einfluss auf die Weiterentwicklung des Spiels hat ohnehin keine Herausforderung. Selten werden zudem bestimmte Trickkombinationen gefordert. Meist heißt es, einen Flip, einen Slide oder einen Air auszuführen – welches der Manöver ist glücklicherweise egal. Nur für Extrapunkte verlangt das Spiel in einigen Challenges spezielle Akrobatik. Die Grundessenz der skate-Reihe bleibt dabei bestehen: Mit der etablierten Flickit-Steuerung führt Ihr mittels rechtem Stick gekonnt realistische Tricks aus, mit den Schultertasten grabbt Ihr oder aktiviert die beiden neuen Trickarten Darkslide und Underflip. Die sind dank flüssiger Animationen cool anzusehen – ansonsten zeigt die Grafik Anzeichen der Alterung. Wenig Details, sterile Städte und ein gelegentlich stotternder Online-Modus wirken, als ob Bildrate und der Grafikprozessor Eurer Konsole ’Slide auf wackeligem Geländer’ spielten.

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