Dementium II – im Klassik-Test (DS)

0
1
Screenshot von Dementium II
Zurück
Nächste

Seite 1

Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

So populär Ego-Shooter und Horrorabenteuer auf ­Heimkonsolen sind, so stiefmütterlich werden die beiden Genres auf Handhelds behandelt, vor allem auf dem DS. Neben Capcoms ­Resident Evil: Deadly Silence halten lediglich die ­Amerikaner von ­Renegade Kid die Fahne hoch und liefern nach ­Dementium: Die Anstalt und Moon nun ein weiteres DS-Werk ab, das Gruselambiente und kernige Ego-Action vereint.

Euer Held heißt William Redmoor und er ist soeben aus langer Ohnmacht erwacht. Die Flucht aus einer psychiatrischen Anstalt führt Euch durch Büros, Zellentrakte und Behandlungsräume, gelegentlich erkundet Ihr verschneite Außenbereiche und wechselt in eine mysteriöse Parallelwelt. Dabei sammelt Ihr Postkarten Eurer Frau und begegnet wiederholt einem irren Arzt, der mit Williams Verstand herumexperimentiert hat. Die spärlich erzählte Geschichte erklärt leider nur unbefriedigend, wer William überhaupt ist und was hinter dieser düsteren, maroden Welt steckt, auch bleibt die Herkunft der ­bizarren Kreaturen ungeklärt, die in den finsteren Fluren lauern. Das abrupte Ende lässt Euch nach rund acht Stunden Spielzeit und fünf Kapiteln entsprechend ratlos ­zurück.

Aus spielerischer Sicht ist ­Dementium II gelungener, es schickt Euch auf weitgehend linearen Pfaden durch ansprechend detailverliebte Schauplätze rund um die Anstalt. Dabei navigiert Ihr dank der übersichtlichen Karte mühelos kreuz und quer durch die Spielwelt, stets auf der Suche nach genretypischen Schlüsselobjekten. In traditioneller Manier entreißt Ihr sie Bossgegnern oder bekommt sie als Belohnung für gelöste Rätsel.

Kernelement von Dementium II sind die Kämpfe mit 13 Gegnertypen am Boden und in der Luft, denen Ihr mit Nahkampfwaffen wie Messer und Vorschlaghammer die Rübe zerdeppert oder aus der Distanz via Schrotflinte, Sturmgewehr, Nagelkanone beziehungsweise Pistole den Garaus macht. Bossduelle, Geister, denen Ihr ausweicht, oder lediglich per ­Feuer verwundbare Feinde geben sich redlich Mühe, den sonst repetitiven Spielverlauf kurzweilig zu gestalten. Pistole und Messer verwendet Ihr simultan mit einer Taschenlampe. Dadurch wird zwar Feindvolk auf Euch aufmerksam, es erleichtert Zielen in der meist dunklen, munitionsarmen Welt aber enorm.

Zurück
Nächste
0 Kommentare
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen