Resident Evil Requiem – im Test (PS5)

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Wie die Zeit rennt: Vor mittlerweile 30 Jahren hob Capcom Resident Evil aus der Taufe. Seitdem hat sich die ikonische Survival-Horror-Marke mal mehr, mal weniger aus der Not heraus radikal neu erfunden. Spätestens seit Resident Evil 7 läuft es aber durchweg prächtig für die Serie, hat man doch offenbar die ideale Balance zwischen Nostalgie und Innovation gefunden. Passend zum runden Geburtstag schöpft das Team um Director Koshi ­Nakanishi nun aus dem Vollen, um nicht nur den nächsten großen Eintrag in die Hauptreihe, sondern gleichermaßen ein ambitioniertes Best-of der Seriengeschichte aufzutischen. Ein Konzept, das über weite Strecken begeistert und gerade langjährige Fans belohnt. Gänzlich ohne Stolperfallen kommt Resident Evil Requiem aber nicht aus.

Requiem rückt Neuzugang ­Grace Ashcroft in den erzählerischen Fokus. Ein heikler Auftrag führt die junge FBI-Agentin zum Auftakt an den Ort, an dem ihre Mutter – Alyssa Ashcroft – einst gewaltsam ums Leben kam. Acht Jahre später scheint nun die Tochter im Visier der nebulösen Peiniger. Die Ereignisse überschlagen sich und treiben Grace widerwillig in die Heil­anstalt von Rhodes Hill. Solltet Ihr unsere Preview-Berichte verfolgt haben, wisst Ihr natürlich, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Im Gegenteil: In den finsteren Innereien des Hospitals wimmelt es nur so vor Zombies und anderen Bedrohungen – und mit eben diesen setzt Ihr Euch in der ersten Hälfte des Spiels auseinander.

Um es gleich vorwegzunehmen: Mit seinem durchdachten Spiel­design, einer aufregend-beklemmenden Atmosphäre sowie den schaurigsten Serienmomenten seit Teil 7 liefert Requiem in den ersten Stunden nichts Geringeres als Resident Evil in Bestform. Ob Ihr nun angesichts übermächtiger Verfolger hektisch die Beine in die Hand nehmt, Euch zum Sparen von Munition (die fällt streckenweise sehr knapp aus) an Zombies vorbeischleicht oder ­serientypische Rätsel löst, um neue Wege zu erschließen – Requiem verbindet bewährte Serienbausteine zu einem stimmigen Gesamtbild auf Spitzenniveau. Neue Elemente wie das Sammeln und Nutzen von Blut als Ressource fügen sich dabei organisch in die Spielerfahrung und laufen nie Gefahr, Störfaktor zu sein.

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