Resident Evil Requiem – im Test (PS5)

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Screenshot von Resident Evil Requiem
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Seite 2

So unterhaltsam Graces’ Bemühungen sind, so stressig können sie sein – ein Umstand, der von der beeindruckenden Optik und einnehmenden ­Soundkulisse vorbildlich gefördert wird. Wie gut also, dass Euch das Erreichen festgelegter Meilensteine mit willkommenen Einschüben an der Seite von Fanliebling Leon S. Kennedy belohnen. Habt Ihr ­gerade noch gebibbert, vorsichtig um Ecken gelinst und den Einsatz jedes Projektils abgewägt, fällt diese Anspannung in der virtuellen Haut des Serienveteranen mit einem Mal ab. Leon steuert sich flotter, er zielt ruhiger – Zombies werden von der unheimlichen Bedrohung zur einladenden Zielscheibe. Das macht seine Sequenzen zu dankenswerten Verschnaufpausen, trotz oder gerade wegen der gewalthaltigen Action – welch cleveres Spieldesign!

”Och, schon vorbei?” Bei diesem Gedanken erwischen wir uns mehrfach, sobald sich die Zeit an der Seite des Star-Agenten dem Ende zuneigt. Wie aufregend also, wenn mit Abschluss der ersten Spielhälfte nicht bloß ein radikaler Szenen-, sondern zudem ein Protagonistenwechsel winkt. ­Seine Ermittlungen zwingen Leon zurück an den Ort, wo alles begann und das ist nicht nur für ihn, sondern auch langjährige Fans ein spannender Moment. Vor allem, weil Eure Ankunft in ­Raccoon City (oder besser: das, was davon ­übrig ist) visuell und spielerisch für einen Tapetenwechsel sorgt. Zog Graces Abenteuer noch vorwiegend Inspiration aus ­Resident Evil 7 und dem Remake von ­Resident Evil 2, steht letzterer Titel neben der Neuauflage von Resident Evil 4 Pate für Leons Heimreise.

Folgerichtig weicht auch das überschaubare Inventar der Nachwuchsagentin dem beliebten Tetris-Koffer, in dem zahlreiche Schießeisen Platz finden. Diese kommen vorwiegend gegen ausgemergelte 1998-Zombies zum Einsatz, die sich regelmäßig aus staubigen Dünen hieven und unter Autowracks hervorkriechen. Euer ”Fitnessarmband” erfasst
niedergestreckte Untote und belohnt Euch mit Credits, die Ihr diesmal nicht bei einem charis­matischen Händler, sondern einer 3D-Druck-Truhe auf den Kopf haut.

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