
| Spiel: | Limbo |
| Publisher: | Playdead |
| Developer: | Playdead |
| Genre: | Action-Adventure |
| Getestet für: | 360 |
| Erhältlich für: | 360 |
| USK: | 12 |
| Erschienen in: | 9 / 2010 |
Das Debütwerk des kleinen dänischen Entwicklerteams Playdead versteht es, sich von der Konkurrenz abzuheben, denn Limbo setzt auf den Verzicht von Farbe – so konsequent schwarz-weiß ist kein anderes Spiel der Neuzeit. Doch die Maxime des Minimalismus trifft auf viele weitere Aspekte zu: Limbo hat auch keine Bildschirmanzeigen. Keine Zwischensequenzen. Keine Sprachausgabe. Keine musikalische Untermalung. Keinen Helden mit tragischer Hintergrundstory. Und keine alles umspannende Geschichte.
Ihr schlüpft in die Rolle eines Jungen, der von links nach rechts durch eine Welt voller Gefahren marschiert. Wieso er das macht? Das bleibt ungeklärt. Denn genauso wenig wie einen Anfang gibt es ein richtiges Ende. Bei Limbo ist im wahrsten Sinne des Wortes der Weg das Ziel. Was Ihr dort antrefft, lässt Spielraum für Interpretationen, Antworten erhaltet Ihr keine. Von derlei Erklärungsversuchen befreit, konzentriert sich der Ausflug in die einzigartige Welt auf die essenziellen Elemente Atmosphäre und Spielbarkeit – beide enttäuschen nicht.
Das famose monochrome Design begeistert mit Liebe zum Detail und eindrucksvoller Inszenierung: Obwohl Euer Junge nur aus einer schwarzen Silhouette mit zwei weißen Punkten als Augen besteht, verstrahlt er mehr Persönlichkeit als viele Muskelberge und Rollenspielhelden zusammen. Auch seine Umgebung ist düster und wird nur von gedämpften Lichtstrahlen erhellt – eine fröhliche Welt kennt Limbo nicht. Anfangs seid Ihr in einem Wald unterwegs, später durchquert Ihr verlassene Städte und mechanische Anlagen. Nur selten trefft Ihr auf andere Lebewesen, mit denen Ihr nie direkt interagiert – menschliche Charaktere seht Ihr lediglich aus dem Bild entschwinden, vor Tieren nehmt Ihr in der Regel Reißaus.
Nur zwei Knöpfe werden in Limbo benötigt: Mit einem springt Ihr, der andere dient zum Bewegen von Objekten: Schiebt Kisten, drückt Schalter oder greift nach Lianen. Euer Tätigkeitsfeld ist beschränkt, doch die Rätsel fallen nichtsdestoweniger fordernd, interessant, abwechslungsreich und motivierend aus. Ein gewisses Maß an ’Trial & Error’ bleibt unvermeidlich, doch der nächste Rücksetzpunkt ist stets nur wenige Meter entfernt. Selbst wenn eine Aufgabe unmöglich erscheint, mit ein wenig Geschick und Um-die-Ecke-denken findet sich immer eine Lösung.
”Limbo” entpuppt sich als faszinierendes Meisterwerk, das nicht nur dank seiner Inszenierung dem Kunst-Ideal erstaunlich nahekommt – darüber aber nicht vergessen hat, dass es in erster Linie als Spiel funktionieren muss. Nur eine Sache trübt die Begeisterung: Nach nur drei bis vier Stunden endet Limbo unbefriedigend. Dennoch ein Höhepunkt im Spieljahr 2010.
Kurzes, aber mitreißendes und faszinierend inszeniertes Hüpf-Knobel-Abenteuer.
| Singleplayer | ![]() | 85 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |












Ich mochte Limbo und auch INSIDE auch sehr.
Was Limbo richtig gut macht ist Atmo.
@Steffen
Ja, ich weiss. Aber “zu der Zeit” ist einfach kein Argument fuer mich. Das Spiel macht doch nix neu, was es nicht schon zu 16 Bit-Zeiten gab. Dazu das ganze noch mit ner schwammigen Unity-Steuerung. Finde schon ein Another World, oder das original Prince of Persia sind bessere Spiele, von Flashback will ich erst gar nicht reden.
Limbo ist nicht schlecht, ist gut, aber fuer mich kein Hit.
Limbo fand ich gut..der Nachfolger Inside hat aber noch einen draufgesetzt.
Die zwei Playdead-Gründer hatten sich ja zerstritten. Einer davon war dann zuletzt als Produzent für Somerville zuständig und arbeitet dort mit seinem Studio wohl an einem neuen Spiel.O-Ton Dino Patti: “One thing remains constant: our commitment to emotion-driven storytelling, gameplay and innovation.”
Playdead selbst arbeitet wohl mit Epic Games (als Publisher und vermutlich wegen Unreal Engine) an einem neuen Titel, doch da hat man seit circa zwei Jahren auch nix mehr vernommen, glaub ich. Da wäre die Frage, ob Epics neuerlicher Sparkurs eventuell auch Auswirkungen auf die Zusammenarbeit hat, aber schätze mal, dass das schon noch kommen könnte irgendwann.
Erst bei ehemaligen M! Cast wahrgenommen und bewegen Bilder bei Game One ansehen. Konnte erst in einige Jahre nach holen.
Limbo war ein unangenehm Road Trip mit fiesen Toten Szenen. Die Spinnen ist mir in Gedächtnis geblieben.
Was macht Playdead wohl heute?
@Kikko-Man Ich denke, dass der Hype vor allem im Kontext der Zeit gesehen werden muss. Es war im Jahr 2010 ganz vorne dabei in der allgemeinen Indie-Bewegung und sorgte zusätzlich für den Auftrieb des Indie-Xbox-360-Download-Stores. Solche Spiele wie Limbo gab es zu der Zeit einfach nicht.
Limbo kann man als modernen Urvater zählen von Spielen wie Replaced, Planet of Lana II, American Arcadia usw.
Ja, sind zwei gute Games 👍.
Vor kurzem gerade den Nachfolger INSIDE durchgespielt.
Fand ich sogar noch etwas besser wie Limbo.
Fand ich gut, den Hype ums Spiel hab ich aber nie nachvollziehen koennen.