Mafia II – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Wenn ein alter Freund nach acht langen Jahren aus der Fremde zurückkehrt, erwartet man eine lange und spannende Erzählung von ihm. Im Falle von unserem Kumpel Mafia II ist die Geschichte erstklassig, aber leider zu kurz.

Im Gangster-Epos von 2K Czech dreht sich alles um das Schicksal des sizilianischen Einwanderersohnes Vito ­Scaletta in der Mafia von Empire Bay. Ihr begleitet Vito ins winterliche Amerika der 1940er und erlebt seinen Aufstieg in der Cosa Nostra im Sonnenschein der 1950er. Fast immer steht Euch dabei Vitos bester Freund Joe zur Seite. Der stämmige Lebemann hat ein loses Mundwerk sowie einen lockeren Zeigefinger und bringt Euch durch sein unbedachtes Vorgehen oft in die Bredouille. So verbuddelt Ihr schon mal eine Leiche im Park, weil Joe betrunken einen Barmann erschossen hat. Andererseits gewährt er Vito Unterschlupf und vermittelt ihm die ersten ­Kontakte zur Unterwelt von Empire Bay. Er ist nur ein Beispiel aus der Vielzahl der vielschichtigen und glaubwürdigen Charaktere, denen Ihr im Spiel begegnet. Mafiabosse, Schläger, Handlanger und Botenjungen – alle wirken lebendig und interessant.

Die Missionen gestalten sich abwechslungsreich. Mal schleicht Ihr durch ein Regierungsgebäude und räumt unbemerkt einen Safe aus, in einem anderen Kapitel kämpft Ihr Euch mit Joe durch ein asiatisches Restaurant inklusive Drogenlabor. Zwischen den Scharmützeln flüchtet Ihr in fordernden Verfolgungsjagden vor der Polizei oder liefert mit einem Lkw Schmuggelware aus.

Das Stadtgebiet der fiktiven amerikanischen Metropole ist frei befahrbar und pulsiert vor Leben. Während Ihr durch die Straßen schlendert, begegnet Ihr Menschen, die im Schnee ausrutschen, Ihr helft einer Frau bei der Reparatur ihres Autos und guckt zu, wie die Polizei einen Temposünder abkassiert. In den Geschäften kauft Ihr Klamotten und Waffen, Ihr spendiert Eurem Wagen an der Tankstelle Benzin und neue Felgen oder trinkt in der nächsten Kneipe einen Scotch. Leider bindet Mafia II die vielfältigen Angebote des Stadt­lebens kaum ein. Abseits der Story habt Ihr die Möglichkeit, Autos gegen Bares auf einem Schrottplatz zu entsorgen oder sie im Hafen zu verschiffen, das war es aber auch schon an Nebenbeschäftigungen. Mafia II verschenkt hier viel Potenzial. Schade, denn wir wären auch gerne abseits der Geschichte tiefer ins Geschehen eingetaucht.

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Max Snake
30. April 2026 15:20

Mein erstes Mafia Spiel überhaupt. Trotz der schein Open – World hat Mafia II starken Figur und tollen deutschen Synchrone u.a. Norbert Gastell. Auch und spielerisch und die Mission hat mir gefallen. Aber irgendwie wollten Mafia II viel sei.

Zuletzt bearbeitet am 2 Stunden her von Max Snake