Gray Matter – im Klassik-Test (360)

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Damit hätten wir fast nicht mehr gerechnet: Schon 2004 sollte Gray Matte“, das neue Adventure der Gabriel Knight-Erfinderin Jane Jensen, in die Läden kommen. 2007 zeigte Publisher dtp schließlich die PC-Version auf der Leipziger Games Convention. 2008 wurde das Spiel dem ungarischen Entwickler Tonuzaba abgenommen und an die französischen Wizarbox-Kollegen übergeben – jetzt steht es endlich in den Läden und noch dazu überraschend für die Xbox 360.

Ihr schlüpft zuerst in die Rolle von Samantha ”Sam“ Everett. Die junge Straßenkünstlerin hat es nach Oxford in die Villa des zurückgezogenen Doktor Styles verschlagen – dessen Rolle übernehmt Ihr im Verlauf des Adventures ebenfalls. Der verlor seine Frau bei einem tragischen Unfall und richtet seine Forschung seitdem darauf aus, Kontakt mit ihr herzustellen. Egal, ob Ihr Sam oder Dr. Styles spielt – stets sind die klassischen ­Adventure-­Tätigkeiten gefragt: Redet mit allen Passanten, nehmt jeden Gegenstand mit, der irgendwie interessant aussieht, und löst so Rätsel um Rätsel. Ein Fortschrittsmesser zeigt, wie weit Ihr im aktuellen Kapitel gerade seid. Interessant sind bei Gray Matte“ die eingestreuten Magie-Einlagen: Als Illusionistin beherrscht Sam einige interessante Tricks, die Ihr zur Lösung von etlichen Rätseln benötigt.

Die typische PC-Maussteuerung wurde auf einfallsreiche Art auf das Pad übertragen. Ihr steuert Eure Figur per Analogstick durch die Szenarien, mit den Schultertasten öffnet Ihr ein Ringmenü, damit Ihr die verschiedenen Objekte in Eurer Umgebung anwählen und mit ihnen interagieren könnt. Das klappt meist gut, wird in besonders vollen Räumen allerdings unfreiwillig zur Geduldsprobe – eine alternative Steuerung über den klassischen Adventure-Cursor wäre hier sinnvoll gewesen.

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