Sports Island Freedom – im Klassik-Test (360)

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Manchmal ist mehr eben auch weniger: Hudsons Variante des Sportspiels ohne Controller bietet zwar die meiste Abwechslung, was die Masse der Sportarten angeht. Eine ungenaue und teils furchtbar verzögerte Abfrage der Kinect-Kamera und die mit Abstand hässlichste Grafik machen Sport Island Freedom aber zum Schlusslicht der Disziplinen-Parade. Dabei wählt die Sportinsel grafisch genau wie Rares Kinect Sport den Weg des Wii Sports-Klons, weder die Animationen der Sportler-Avatare noch die hingeschlampten Hintergründe kommen aber an den simplen Charme der Konkurrenz heran.

Zehn Sportarten stehen zur Wahl: Neben klassischen Disziplinen wie Beach-Volleyball oder Tennis setzt Sports Island Freedom verstärkt auf martialische Ertüchtigungen wie Kendo, Paintball, Völkerball und natürlich Boxen. Das vergleichsweise entspannte Bogenschießen sowie Abfahrten mit Alpinskiern und Snowboards runden das an sich befriedigende Angebot an Betätigungen ab.

Leider geht Hudson Soft in der spielmechanischen Umsetzung den Weg des geringsten Widerstandes und versucht, Bewegungskonzepte von Wii Sports beziehungsweise Wii Fit ohne vernünftige Anpassungen auf die Kinect-Erkennung umzumünzen. Das funktioniert aber nur bedingt, denn erstens stört ein saftiger Lag das Gefühl für Timing. Zweitens merkt man gerade bei Spielen, die von Zielgenauigkeit abhängen, wie Boxen oder Paintball, wie schlampig die Kamera hier abgefragt wird. So verkommt die Insel des Sports zum hingeschluderten Eiland des Grauens, von dessen Besuch wir Euch hiermit abraten.

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