Blue Reflection Quartet – im Test (PS5)

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Die japanische Rollenspiel-Schmiede Gust ist vor allem für ihre langlebige Atelier-Reihe bekannt. Daneben sind dort jedoch auch einige andere Projekte entstanden, von denen Koei Tecmo nun eines mit einer neuen Sammlung würdigt: Blue Reflection Quartet vereint alle vier Serienbeiträge des ”Magical Girl”-Universums unter einem Dach und ist dabei mehr als nur eine reine Neuauflage. Während die beiden ursprünglich auf der PS4 debütierten Rollenspiele – das erste Blue Reflection (2017) und der Abschluss Second Light (2021) – weitgehend den Originalen entsprechen, wurde bei den beiden Titeln dazwischen mehr Aufwand betrieben: Ray ist die Adaption einer Animeserie und Sun setzte ursprünglich als Mobile-Spiel andere Schwerpunkte. Damit all das inhaltlich auch für Neueinsteiger einigermaßen nachvollziehbar bleibt, gibt es neben neu hinzugefügten Pro- und Epilogen zudem eine umfangreiche Referenz-Datenbank, in der sich Schlüsselpunkte der Handlung sowie Biografien der zahlreichen Protagonistinnen nachschlagen lassen.

Technisch präsentiert sich ­Quartet solide, ohne zu begeis­tern: Auf der PS5 sorgen hohe Auflösung und stabile 60 fps für eine zeitgemäße Darstellung, während Umgebungen, Charaktere und vor allem deren Animationen doch recht angestaubt wirken. Spielerisch erwartet Euch beim Rollenspiel-Duo im Kern das altbekannte Erlebnis mit punktuellem Feintuning, etwa durch eine schnellere Laufgeschwindigkeit, was durchaus willkommen ist. Wenn Ihr nicht mit Euren magischen Mädchen kämpft, erkundet Ihr meist die Schule oder die Landschaften der mystischen ”Common”-Parallelwelten. In der Schule geht es um Beziehungspflege und kleine Gefälligkeiten, was eine Prise Persona-Feeling einbringt. Gekämpft wird je nach Spiel rundenweise oder mit einer dynamischen ”Halb-Echtzeit”-Komponente. Beide Varianten bieten eine Reihe von Nebensys­temen, mit denen sich die Fähigkeiten oder Attacken der Mädchen anpassen lassen, wobei ein gewisses Maß an Einarbeitungswillen nötig ist. Diesen braucht es beim kurz geratenen Ray kaum, weil Ihr hier im Prinzip nur herumlauft und Symbole sammelt, um die Animestory zu verfolgen, während Sun mit besonders vielen Heldinnen verwirren kann.

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