Tim Willits: “Neue Spiele sollten gleich auf Serientauglichkeit getrimmt werden”

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In einem Interview mit gamesindustry.biz sagte Tim Willits, Creative Director bei id-Software, dass ein Entwickler seiner Meinung nach bei der Erschaffung eines neuen Spiels am besten gleich eine komplette Franchise im Hinterkopf haben sollte. Bei Rage habe man es genauso gemacht und keinen Release eines einzelnen Teils gewollt.

“Wir tun alles, um Rage zu einer Marke zu entwickeln, also kauft das Spiel”, bittet Willits die Videospieler dieser Welt. Man könne dann die Welt erweitern und ein richtiges Social Game oder eines für Mobiltelefone daraus machen. Er hoffe sehr, dass Rage 2 eines Tages entwickelt werde.

Außerdem wäre die längerfristige Etablierung einer Serie deshalb sinnvoll, weil dadurch auch die Grafik-Engine weiterentwickelt werde, in deren Grundgerüst vorher viel Arbeit gesteckt werden müsse. “Es ist eine große Investition in neue Technologien”, erklärt er. Diese würde auch dem nächsten Teil von Doom oder weiteren Projekten zu Gute kommen.

Willits endet schließlich mit Worten, die seine Ausführungen wunderbar auf den Punkt bringen: “Vom geschäftlichen Standpunkt aus gesehen, ist die Entwicklung eines zweiten Teils immer ein cleverer Schachzug”. Das ist sicherlich richtig, aber man darf es dabei auch nicht übertreiben, wie man seinerzeit an der Tomb Raider-Serie gesehen hat.

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dmhvader
3. Oktober 2011 17:38

Das Spiel ist echt gut geworden! Meiner Meinung nach ‘ne gelungene Mischung aus Doom (spannendes Baller-Feeling), Borderlands (Endzeit-Atmo + Missionsdesign), Motorstorm (rücksichtsloses Wüstenracing) und Twisted Metal (Car Combat) – nur alles noch besser und vor allem im Edel-Referenz-Grafik-Gewand!Außerdem erinnern mich manche Abschnitte und das einfache Buy & Sell an Resident Evil 4+5! Aufrüsten kann man aber fast nur die Fahrzeuge und natürlich Waffen! Man selbst kann immerhin noch mal hier und da ‘ne bessere Rüstung kaufen, aber das war’s dann auch schon! Level- und Attributpunkte verteilen ist nicht! Aber dafür gibt’s immerhin rund 16 Stunden (auf Normal) voller geiler Baller- und Racing-Action in zwei Abschnitten, wo man später sinnloserweise auch hin- und herreisen kann, wenn keine Missionen mehr übrig sind! Ein paar Minispiele wie Fingerroulette und ein Holo-Würfelspiel sind ebenfalls an Board! Für mich hätten es ruhig noch ein paar mehr Nebenmissionen sein können! Alles in allem würde ich dem Teil knappe 90 % geben!Und wenn Ihr jetzt fragt, wo ich das her hab: Am Samstag überraschenderweise beim Videohändler meines Vertrauens;-)

Xtremo
2. Oktober 2011 6:44

[quote]Man könne dann die Welt erweitern und ein richtiges Social Game oder eines für Mobiltelefone daraus machen[/quote]Demnach hat [b]Shenmue[/b] ja alles richtig gemacht. ;D[quote]“”Wir tun alles, um Rage zu einer Marke zu entwickeln, also kauft das Spiel””[/quote]Na dann…

Triforce-Finder
1. Oktober 2011 20:32

Ein überragendes Einzelwerk ist mir grundsätzlich lieber als jeder durchschnittliche Fortsetzungstitel. Könnt ihr euch an Highlander erinnern? Genialer Erstling, schlechte Nachfolger und eine unnötige Serie. Aber: Warum waren die Nachfolger so mies? Der erste Teil war in sich abgeschlossen. Ein vollendetes Werk. Jeder Versuch, an die Story anzuknüpfen, war von vornherein zum Scheitern verurteilt. Isofern hat er also zumindest dahingehend Recht, dass man beim heutigen Fortsetzungwahn als Designer besser gleich mögliche Ansätze für ein Sequel einbaut. Wenn – nicht falls – der Publisher die Franchise dann ausschlachten will, wirken die Sequels und Spin-Offs dann wenigstens nicht mehr so aufgesetzt.

bastien
1. Oktober 2011 14:31

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Ich finde man sollte nicht aus jeden Titel eine Fortsetzungsreihe machen. Rage muss erstmal beweisen das es so tauglich ist für den Markt.

captain carot
1. Oktober 2011 11:42

Der Creative Director muss aber nunmal auch nach mehr sehen. Leider. Wenn der kreative Ausstoß z.B. nicht massentauglich ist, man aber ein Multimillionenbudget verbrät, dann hat man nunmal ein finanzielles Problem.Bei geringem Budget kann man dagegen erheblich mehr wagen.

SxyxS
30. September 2011 19:36

wenn ich mir sein Zitat aus der Überschrift anguckeu danach steht das Wort Creativ Director-dann beisst sich das ganz schön.Wenn er für die Finanzen zuständig wäre Ok weil wirtschaftlich vernünftig,aber “”more of the same”” als creative director zu fordern?(OK-bei ID ist alle 10 Jahre ein neues Franchise vermutlich auch das Maximum an kreativem output)

bitt0r
30. September 2011 18:52

aha

30. September 2011 18:13

Rage fürs iPad ist schon relativ gut. Ein Railgun Shooter, mehr gibt die Steuerung nicht her, aber ganz amüsant.Auf PS360 wird’s bestimmt der Hammer.

Equipo
30. September 2011 17:40

Naja, recht hat er ja schon. Am Ende sollte aber erstmal Rage an sich auch super sein.