In einem Interview mit Kotaku äußerte sich Eric Hirshberg, Publishing CEO von Activision, zu der unterschiedlichen Wahrnehmung von Filmen und Videospielen, die sich mit tatsächlichen Ereignissen befassen. So werden Filme als die künstlerische Umsetzung realer Begebenheiten und Videospiele eher als ausbeuterisch angesehen.
Als erstes Beispiel für seine These führt Hirshberg Modern Warfare an. Dieses würde in filmischer und spielerischer Form völlig unterschiedlich wahrgenommen, biete aber letztlich thematisch denselben Inhalt. In beiden Fällen würde nur die Geschichte erzählt, welche die Macher ursprünglich im Sinn hatten. Es werde aber seiner Meinung nach eine Zeit kommen, in der man auf diese heutige Zeit zurückblicke und es bizarr fände, dass Videospiele mal als kontrovers angesehen wurden.
Der Film The Hurt Locker (aus dem das Bild oben stammt) könne ebenfalls herangezogen werden. Hier verstand das Publikum sofort, dass es sich einfach um ein Stück Unterhaltung handelte und hinterfragten die Motive der Autoren gar nicht. Er sei als Kunstform hingenommen worden. Desweiteren solle man Szenen, wie den terroristischen Angriff in Modern Warfare 3 nicht auf die Goldwaage legen, da der Fokus des Shooters deutlich auf Action läge. Ein weiteres Beispiel wäre die Call of Duty-Reihe, in der man die Wahl zwischen guten und bösen Leuten habe. Er könne spontan hundert Filme, die deutlich mehr auf Heldentum und großem Mut beruhten und bei denen dies nicht hinterfragt werde.
Manchmal würden auch Realität und Fiktion gekonnt miteinander kombiniert, wie etwa in Black Ops. In einer Szene erlebe man den realen Kalten Krieg und sehe Ex-US-Präsident John F. Kennedy, nur um dann sofort wieder in ein Szenario einzutauchen, das es so nicht gegeben haben kann.









Naja, für einen Anti-Kriegsshooter müsste ich quasi so viele Menschen sinnlos abschlachten, dass ich mir hierüber wieder Gedanken mache. Nur leider entspricht dies in keinster Weise der political corectness und ist daher nicht tragbar. Ein guter Ansatz (über die Ausführung kann man jetzt noch nichts sagen) findet sich in [url=http://defiantdev.com/warco/]Warco[/url], bei dem man eine Kriegskorrespondentin mit Kamera statt Waffe spielt.Auch BioShock hat mich zum Nachdenken angeregt.
@Richie: Ich denke schon, dass man sowas machen könnte, die Frage ist, wer´s kaufen würde. Da liegt, zumindest bis heute, das echte Problem. Egal ob Triple A+ mit Sternchen Blockbuster oder i-/droid Casualkram, in erster Linie wollen die meisten vom Spiel
@ RichieIronischer Weise war genau DAS die Story vom ersten Ego-Shooter überhaupt.
Grundsätzlich halte ich es sowieso nicht für möglich einen Shooter ala COD oder Battlefield auf die gleiche Stufe eines Kriegs- oder sogar Antikriegsfilms zu stellen. Wie zum Teufel will mir ein Shooter denn glaubhaft die Sinnlosigkeit eines Krieges darstellen, wenn man vorher dutzendweise Gegner, ob gut oder böse ist egal, virtuell abgeknallt hat??? Bei einem Spiel funktioniert das halt nicht in dieser Form. Es sei denn man würde vielleicht in die Rolle eines verfolgten Flüchtlings schlüpfen, der nur in bestimmten Situation töten “”MUSS”” um seine Haut zu retten. Alles andere wäre wieder unglaubwürdig.Doch wer würde das Spiel kaufen??? ;-)Ich spiele gerne Shooter, doch künstlerisch anspruchvoll waren die nicht und müssen es auch in Zukunft nicht sein. Doch sollen sich die Entwickler auch ihrer Verantwortung bewusst sein, was die uns da vorsetzen müssen.Ich sehe es immernoch als gewaltigen Unterschied an, ob ich in einem Horrer-Splatter-Film sehe, wie Menschen oder Zombies abgeschlachtet werden oder ob ich mich selber durch ein Game schnetzel. Das muss nicht zwangsweise in einem Game verwerflicher sein, aber es ist nicht das selbe.
Für mich macht es in beiden Fällen einen Unterschied, wie man sich mit dem Thema auseinandersetzt. Und da ist CoD eben sehr reißerisch. Sicher kann man das mit ebenso reißerischen Kriegsfilmen vergleichen, die aber mindestens genauso an mir vorbeigehen wie CoD oder wegen bestimmter Szenen genauso fragwürdig sind.Eine Art Letters of Iwo Jima als Spiel fände ich mal interessant. 😉
Ich gehe zwar soweit mit, dass Spiele und Filme unterschiedlich wahrgenommen werden, aber trotzdem ist mir diese Darstellung zu verwaschen.Grundsätzlich wäre an dieser Stelle wieder zu klären was kulturelle Güter sind, bzw. was da alles dazu zählt. Meiner Meinung nach zählt (um beim Kriegsthema zu bleiben) nämlich NICHT JEDES Spiel oder Film dazu.Ich bin der Meinung Filme wie””Die Brücke von Arnheim”” oder “”Im Fadenkreuz”” bieten auch einen realen Hintergrund, trotzdem würde ich nicht sagen, das hier ANSPRUCHSVOLLE Unterhaltung geboten wird. Es ist Popcornkino (wenn auch etwas älter), genau wie Call of Duty.Ich möchte das Spiel nicht verteufeln, aber ich kann es nicht leiden wenn mit Minimalaufwand neue Spiele im Jahresrhythmus heraus gehauen werden und mir dann gesagt wird, dass Spiel hätte irgend einen Anspruch (außer sich an so viele … wie möglich zu verkaufen).Das Game wird nie in einem Atemzug mit Filmen wie Full Metal Jacket oder Black Hawk Down genannt werden, dafür ist es einfach zu Moorhuhn(-ig) :D.
Leider verkürzt die obrige deutsche Zusammenfassung den englischen Text doch zu stark, so dass mir einige Punkte erst beim Lesen des englischen Originals klar wurden.The Hurt Locker ist mir zu eng beschrieben, wenn man es als reines Entertainment ansieht. Zwar mag der Protagonist als Held aus dem Irak zurück kommen, aber wir sehen auch wie weit es mit diesem Heldentum geht, als er verzweifelt vor den Cornflakes-Packungen steht, und diese andere Realtität nicht mehr leben kann. Eine solche Einsicht wäre mir in Videospielen bisher unbekannt.Aber am meisten stört mich der Satz:[quote]“”I don’t know if there is a way for us to accelerate that process through content,”” the CEO says. “”There’s a way to accelerate it through continued success, through continued engagement and commitment to quality by making great games that people want to play. The more people that play I think the more mainstream and accepted games will become.””[/quote]Man möge mir hier kulturellen Elitarismus vorwerfen, aber natürlich kann man auch inhaltlich etwas ändern, nicht nur über Verkaufszahlen. Man muss sich nur endlich mal trauen. Ich bin ja auf dieses KiregsreporterInnen-Spiel gespannt.
Dass gerade Activision das Maul aufreißt ist ja schon krass^^Call of Duty ist doch quasi der David Guetta unter den Videospielen. Absolut ohne jeden künstlerischen Anspruch und alleine auf Massenkompatiblität getrimmt.Von mir aus kann man Sachen wie Braid oder Limbo als Kunst bezeichnen, aber das kann der Herr von Activision nun echt nicht ernst meinen.Und seit wann ist Call of Duty nicht mehr die Propagandaschleuer schlechthin, die die westlichen Helden, die gegen die Barbaren ausrücken, bis zum geht nicht mehr glorifiziert? Auf eine zweite Kampagne, in der man die Deutschen oder die “”Terroristen”” spielt, wartet man auch vergebens. Von auswählbaren Seiten kann also nicht die Rede sein.
für mich nichts neues was der mann erzählt